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Von einem, der auszog, die Region bekannt zu blasen

Mattis und Edda verstanden zwar noch nicht, was es mit dem viereckigen Ding auf sich hatte, das Kurt Witt (2. von rechts) in der Hand hatte, aber sie fühlten sich in der gut gelaunten Runde wohl.  Foto: A. Stegemann

VonAngela StegemannWenn in einer Region Leute zusammenarbeiten, die für Kultur und Traditionen brennen, dann kann daraus mehr werden - sogar über ...

VonAngela Stegemann

Wenn in einer Region Leute zusammenarbeiten, die für Kultur und Traditionen brennen, dann kann daraus mehr werden - sogar über Kreisgrenzen hinaus.
Bestes Beispiel:
Solotrompeter Kurt Witt.

Pasewalk.Die Zwillinge Matthis und Edda Runge staunen. Mit ihren vier Monaten verstehen sie noch nicht, worüber die lustige Runde in der Pasewalker Buchhandlung Lange sich unterhält. Dort stellt der Pasewalker Solotrompeter Kurt De Witt sein erstes Album vor und signiert es. Bürgermeister Rainer Dambach ist zwar kein Fan von Blasmusik, gekommen ist er aber trotzdem. Und das hat sich gelohnt. Denn das Album hat einen völlig anderen Charakter und gefällt ihm. Wenn im Juni die Stadtvertreter den Haushalt beschließen, dann wird auch feststehen, was sich Pasewalk leisten kann. Dann gibt es auch für Kurt Witt sicherlich Auftrittsmöglichkeiten, sichert das Stadtoberhaupt zu. Doch nicht alles ist eine Sache des Geldes. „Wir müssen diese Region gemeinsam vermarkten“, steht für den Solotrompeter fest. Er schielt dabei auch über die Kreis- und Landesgrenzen. Den Auftritt in den Kürassier-Uniformen zum 150-jährigen Bahnjubiläum in Pasewalk, den übertrug sogar das polnische Fernsehen. Im benachbarten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat Witt im Landwirt Friedrich-Ernst Wilfarth einen Partner. Beide lernten sich beim Kaltbluttreffen in Neuensund kennen. Der Landwirt stellte seine historische gelbe Postkutsche zur Verfügung, als Witt und seine Musikanten „Hoch auf dem gelben Wagen“ spielten. Übrigens: das Lied wurde von einem Pasewalker, dem 1892 geborenen Apotheker Heinz Höhne, komponiert.
Am 7. Juli, da werden Mattis und Edda dem Mann mit der Trompete aus Pasewalk wieder begegnen: Dann spielt er zu ihrer Taufe in der Hildebrandshagener Kirche.
Für Kurt Witt und die Kürassiermusikanten hat die Urlaubersaison auf der Insel Usedom längst wieder begonnen. Das nächste Konzert der Kaiserbäder-Hauskapelle gibt es am 31. Mai um 15.30 Uhr in Heringsdorf. Da geht es auch immer um die Traditionen der Kürassiere und um die neue CD von Witt als Solotrompeter. Denn schließlich sind zwei Lieder darauf seiner Heimatstadt Pasewalk und der Insel gewidmet.