RÜCKKEHRER

Vorpommerns erster Storch ist da

In der Uecker-Randow-Region ist er der erste Rückkehrer aus dem Süden – der Storch in Papendorf. Kurios: Er bezog seinen Horst ausgerechnet auf Jens Krügers Storchenpflegehof.
Papendorfs Storch kehrte am Sonntag aus dem Süden zurück. Am Montag inspizierte er die Kamera am Nest. Sie beobachte
Papendorfs Storch kehrte am Sonntag aus dem Süden zurück. Am Montag inspizierte er die Kamera am Nest. Sie beobachtet das Treiben dort. Jeder kann in der Livecam dabei sein. Eine Anmeldung ist über die Seite des Storchenpflegehofes möglich. Rainer Marten
Papendorf.

Vielleicht ist sich dieser Storch sehr sicher, dass die Verpflegung auch bei widrigem Wetter klappen wird, wenn er so früh seinen Horst auf dem Storchenhof von Jens Krüger bezieht. Denn dort werden seine flugunfähigen Kameraden versorgt. Vier Tage früher als 2019 und zehn Tage früher als 2018 kehrte Papendorfs Storch am Sonntag gegen 17 Uhr aus dem Süden zurück. Storchenhof-Betreiber Jens Krüger glaubt indes nicht an die Futter-Theorie, sondern nennt einen ganz anderen Grund für die frühe Heimkehr des Adebar. „Er ist ein Westzieher. Das bedeutet, der Storch fliegt die Route über Gibraltar und überwintert in Spanien. Die Ostzieher legen dagegen eine Strecke von rund 10.000 Kilometern bis Nordafrika zurück“, erklärt er. Sie kommen erst später an.

Das Nahrungsangebot hat sich verschlechtert

In der vergangenen Saison brüteten in der Uecker-Randow-Region 36 Paare erfolgreich und zogen 92 junge Adebare auf. Im langjährigen Mittel wurden in der Region 110 flugfähige Adebare groß. Zum Saisonstart waren 2019 mehr als 36 Horste besetzt, viele Paare haben allerdings gar nicht angefangen zu brüten oder sich nach Aufgabe der Brut in den Wiesen zur gemeinsamen Futtersuche versammelt. Eine erfolgreiche Brut, so Krüger, sei immer von den Witterungsumständen während der Brutzeit, aber auch vom Futterangebot abhängig. Angesichts der vielen ausgetrockneten Tümpel habe sich das Nahrungsangebot in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert.

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Kommentare (1)

Diese Beobachtung hätte Ihr geschätzter Kollege Hr. Fötze auch machen können. Nachdem er seine analytischen Fähigkeiten bereits bei der Betrachtung des Sufffahrrades in Klein Bünzow zeigte. Ich finde es schade, dass Sie andere Reporter einsetzen. Ich habe de Kollegen Hrn. Foetze immer sehr geschätzt und seinen Schreibstil. Warum verwöhnen Sie uns nicht weiter mit seinen Reportagen?