WARNTAG

Warum am Donnerstag in Pasewalk die Sirenen heulen

Nicht erschrecken! Am Donnerstag, genau um 11 Uhr, werden in vielen Orten Sirenen ertönen. Erstmals findet bundesweit ein Warntag statt. Ziel ist es, Signale und deren Bedeutung wieder bekannter zu machen.
Pasewalks Wehrführer Marco Freuer zeigt den Alarmtaster der Sirene im Gerätehaus der Wehr. Informiert über eine
Pasewalks Wehrführer Marco Freuer zeigt den Alarmtaster der Sirene im Gerätehaus der Wehr. Informiert über einen Einsatz werden die Kameraden von der Leitstelle über persönliche Meldeempfänger. Die Sirene bleibt aus, kann aber von der Wehr zusätzlich eingeschaltet werden. Foto: Fred Lucius
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Uecker-Randow.

Kameraden der Feuerwehren, Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) oder Mitarbeiter des Rettungsdienstes müssen am Donnerstag nicht ausrücken – auch wenn an diesem Tag um 11 Uhr die Sirenen heulen. Bundesweit werden am ersten Warntag nämlich Warnmittel wie Sirenen erprobt. Mit der kostenlosen Warn-App „Nina“ wird zudem eine bundesweite Probe-Warnmeldung versendet.

„Ich halte das für eine sinnvolle Sache. Was die Tonfolge bei einer Gefahr-Warnung bedeutet, ist aus vielen Köpfen raus“, sagt Pasewalks Wehrführer Marco Freuer. Nach der Wende seien flächendeckend Sirenen abgebaut worden. In der Kürassierstadt gebe es nur noch die auf dem Gerätehaus in der Pestalozzistraße. Grund für den Schwund der Sirenen sei die Umstellung der Benachrichtigung von Rettungskräften auf Meldeempfänger. Damit sei aber eine Warnung der Bevölkerung nicht mehr gegeben. „Wenn es Probleme mit den Meldeempfängern gibt, kann auch unsere Sirene genutzt werden. Das ist aber noch nicht eingetreten“, sagt der Wehrführer.

Die Warn-App „Nina“, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, findet der Pasewalker sinnvoll. Für einen gewünschten Standort kann man darüber die unterschiedlichsten Warnungen sowie Verhaltenshinweise und Informationen bei Notfällen erhalten.

Unterschiedliche Signale sollen bekannter werden

Am Donnerstag um 11 Uhr wird mit einem auf- und abschwellenden Heulton probeweise vor einer Gefahr gewarnt – genau eine Minute lang. Die Entwarnung erfolgt mit einem einminütigen Dauerton.

„Der Warntag soll die Bevölkerung daran erinnern, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Alarmierung auseinanderzusetzen und auch den jüngeren Generationen die Bedeutung, Funktion und Ablauf einer Warnung in Notlagen näher zu bringen. Insbesondere sollen die unterschiedlichen Sirenensignale wieder bekannter gemacht werden“, erklärt Anke Radlof, Mitarbeiterin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung. Der Katastrophenschutz in MV ist Anke Radlof zufolge gut aufgestellt. Trotz intensiver Vorbereitung aller Einsatzkräfte könne aber auch die beste Hilfe nicht immer sofort zur Stelle sein. Daher komme es im Ereignisfall unter anderem auch auf die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung an.

Der bundesweite Warntag solle hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, um Hinweise zum Verhalten der Bevölkerung zu vermitteln und diese auf Notfälle vorzubereiten. So solle man bei einer Gefahren-Warnung unter anderem Ruhe bewahren, je nach Anweisung Gebäude und Wohnungen aufsuchen oder verlassen, Türen und Fenster schließen, Rundfunkgeräte einschalten und auf Durchsagen achten.

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