EINBRUCH INS AMTSGEBÄUDE

Warum die Polizei nicht nach dem Verdächtigen fahndet

Die Polizei sucht einen 23-jährigen Löcknitzer, der im Verdacht steht, in das Gebäude des Amtes Löcknitz-Penkun eingebrochen zu sein. Eine aufwendige Fahndung gibt es aber nicht.
Rainer Marten Rainer Marten
Man kann es auch humorvoll nehmen: Obwohl vor dem Löcknitzer Amtsgebäude der Nachtwächter steht, wurde dort in der Nacht zum Dienstag eingebrochen. 
Man kann es auch humorvoll nehmen: Obwohl vor dem Löcknitzer Amtsgebäude der Nachtwächter steht, wurde dort in der Nacht zum Dienstag eingebrochen. Rainer Marten
Löcknitz.

Dumm gelaufen! Da bricht einer kurz vor Mitternacht in das Gebäude des Amtes Löcknitz-Penkun ein und verliert auf der Flucht vor der Polizei seine Papiere. Genau das ist offenbar einem 23-Jährigen aus Löcknitz in der Nacht zum Dienstag passiert. Der Mann steht im Verdacht, zusammen mit einem 70-Jährigen aus Polen an der Rückseite des Amtsgebäudes in das Haus eingestiegen und dort auf der Suche nach Beute 18 Türen aufgebrochen zu haben. Ein Zeuge alarmierte die Polizei, die Beamten konnten den 70-Jährigen festnehmen, während der junge Mann floh.

Der Verdächtige war nicht zu Hause

Eine aufwendige Großfahndung nach dem 23-Jährigen wird es trotzdem nicht geben, sagte der Sprecher der Polizeiinspektion Anklam, Andrej Krosse. Krosse begründete das mit einem fehlenden Haftgrund, der diesen Aufwand rechtfertigen würde. „Der Fall wird von der Kripo in Pasewalk bearbeitet. Beamte haben den bekannten Wohnort des Mannes aufgesucht, trafen ihn dort aber nicht an“, so der Sprecher.

Weil die Adresse des Mannes bekannt ist, muss dieser in Kürze mit einer Vorladung der Polizei rechnen. Die möchte natürlich hören, wie der Mann zu dem Einbruch und zu den verlorenen persönlichen Gegenständen steht. Im Zusammenhang mit dem Einbruch wurden weitere Beweismittel gesichert; sie werden derzeit ausgewertet. Darüber hinaus werden Zeugen angehört.

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