VERSUCHTER TOTSCHLAG

Was führte zum Gewaltausbruch in Pasewalk?

Die Kriminalpolizei ermittelt unter anderem wegen versuchten Totschlags. Doch der Grund für den Gewaltausbrauch am Pasewalker Mühlentor ist noch unklar.
Rainer Marten Rainer Marten
Am Pasewalker Mühlentor prügelten sich in der Nacht zum Sonntag zwei Gruppen Männer. Alls Deutsche. Offenbar führten einige auch Baseballschläger bei sich. Drei Personen wurden verletzt. Die Polizei ermittelt.
Am Pasewalker Mühlentor prügelten sich in der Nacht zum Sonntag zwei Gruppen Männer. Alls Deutsche. Offenbar führten einige auch Baseballschläger bei sich. Drei Personen wurden verletzt. Die Polizei ermittelt. Rainer Marten
Pasewalk.

Das 22-jährige Schlägerei-Opfer vom Pasewalker Mühlentor ist laut Polizei nicht schwer, sondern nur leicht verletzt worden, wie es am Montag hieß. In der Nacht auf Montag kam es am Mühlentor zu einem Gewaltausbruch, bei dem einer ersten Meldung zufolge ein Opfer schwere Verletzungen an Oberschenkel und Oberkörper davon getragen hatte. Zwei weitere Opfer, ein Mann (36) und eine Frau (32) kamen mit Platzwunden am Kopf und Verletzungen am Bein ins Krankenhaus, konnten aber noch im Laufe der Nacht entlassen werden. Einer der Täter konnte sofort gefasst werden, er ist in Gewahrsam.

Wie es zur Schlägerei kam, ist auch am Montag weiter unklar. „Ich wurde vom Lärm aus dem Schlaf gerissen”, sagt Manfred F. Es war gegen 0.20 Uhr. Am Mühlentor in Richtung der Gartenstraße habe er einen Mann auf der Straße liegen sehen; regungslos. Andere hantierten laut F. mit Baseballschlägern, weitere schrien. „Ich habe zum Telefon gegriffen und die Polizei informiert. Aber die wussten schon Bescheid”, erzählt er.

Hintergründe der Tat sind weiter unklar

Von der Grünstraße aus hörte ein weiterer Zeuge, Manfred W., Gebrüll in der Gartenstraße: „Bleibt stehen. Bleibt stehen...” Irgendjemand rannte. Eine Hatz? Einen Augenblick später trafen die ersten Polizeiwagen ein. „Für meine Begriffe sehr schnell”, so Manfred F. Insgesamt rückten zehn Funkstreifenwagen, zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug an. Ein Teil der Männer, die Krawall gemacht hatten, liefen weg. Rettungssanitäter und der Mediziner kümmerten sich um die Verletzten.

Aufgrund der Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes konnte noch am 26. Mai gegen 20.30 Uhr ein weiterer Verdächtiger festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Anklam ermittelt wegen versuchten Totschlags, schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung. Die Hintergründe der Tat, an der ausschließlich Deutsche beteiligt waren, sind offen.

Zeugen, die die Auseinandersetzung beobachtet haben oder Angaben zu den Beteiligten machen können, werden gebeten, sich beim Polizeihauptrevier Pasewalk zu melden: Telefon. 03973 220 224

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