Dieses Holzschild wurde in diesem Jahr von den Penkuner Konfirmanden angefertigt.
Dieses Holzschild wurde in diesem Jahr von den Penkuner Konfirmanden angefertigt. Fred Lucius
Im Jahr 2020 begannen Penkuner Konfirmanden, Holzschilder für einen Weg bei Sommersdorf zu gestalten.
Im Jahr 2020 begannen Penkuner Konfirmanden, Holzschilder für einen Weg bei Sommersdorf zu gestalten. Fred Lucius
Einige Pfähle am Wegesrand tragen Schilder oder Figuren.
Einige Pfähle am Wegesrand tragen Schilder oder Figuren. Fred Lucius
Gut 500 Meter führt der Feldweg von Sommersdorf auf eine Erhebung, die einen weiten Blick in die Landschaft erlaubt.
Gut 500 Meter führt der Feldweg von Sommersdorf auf eine Erhebung, die einen weiten Blick in die Landschaft erlaubt. Fred Lucius
Penkuns Pastor Bernhard Riedel
Penkuns Pastor Bernhard Riedel
Botschaften

Was hat es mit diesen Schildern am Feldweg auf sich?

An einem Feldweg in der Nähe eines kleines Dorfes in Vorpommern befinden sich etliche Pfähle mit Holzschildern. Wer hat sie aufgestellt? Warum?
Sommersdorf

Die Erhebung gut 500 Meter vom Sommersdorfer Dorfrand Richtung Norden liebt Penkuns Pastor Bernhard Riedel. Von hier, so schwärmt er, habe man einen weiten Blick in alle Himmelsrichtungen. Man könne bei gutem Wetter Schwedt, Löcknitz, Brüssow und die Weiten des Randow-Tals sehen.

Und noch etwas anderes macht den Feldweg zur Erhebung am Radarturm für den Pastor zu etwas Besonderem. Am Rand stehen Holzpfähle mit Schildern, die eine Botschaft tragen. „Als wir in der Corona-Zeit den Konfirmanden-Unterricht nicht wie gewohnt durchführen konnten, haben wir uns überlegt, was wir tun können. Die Konfirmanden der siebenten und achten Klasse sollten sich Gedanken zum Thema Kirche, Leiden und Glauben machen. So ist die Idee mit den Holzschildern entstanden“, berichtet Bernhard Riedel.

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In diesem Jahr Schilder mit Ukraine-Bezug

Auf den Schildern seien etwa der leidende Christus zu sehen, eine Waage als Symbol der Gerechtigkeit oder Ketten als Sinnbild für feste Verbindungen oder dem Wunsch nach Befreiung. In diesem Jahr seien dann Schilder mit Bezug auf den Krieg in der Ukraine hinzugekommen – etwa ein Schild mit dem Wort Frieden in verschiedenen Sprachen, mit zerstörten Häusern und einem Friedhof oder einem Kreuz mit einer Taube. Bei den Holzarbeiten habe Guido Ortmann aus Mescherin den Jugendlichen geholfen, die Kirchenältesten beim Einsätzen der Holzpfähle. Auch wenn einige ältere Tafeln schon verwittert seien, dadurch, dass wieder neue hinzukommen, bleibe der Pfad der Meditation aktuell und ansehenswert, findet der Pastor. In diesem Jahr haben die Penkuner Konfirmanden wieder ihren normalen Unterricht.

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Orthodoxes Kreuz für die Flüchtlinge aus der Ukraine

Ihre Solidarität mit Flüchtlingen aus der Ukraine will die Kirchgemeinde auch auf einem anderen Wege zeigen. Anlässlich des orthodoxen Osterfestes wird es am Sonntag, 24. April, um 16 Uhr eine Oster-Andacht in der Penkuner Stadtkirche geben. Musikalisch begleitet wird die Andacht von Bläserchören aus der Region Pasewalk und der Uckermark. Die größte Kirche in der Ukraine ist die Orthodoxe Kirche. Im Raum Penkun leben derzeit zahlreiche ukrainische Flüchtlinge. „Für dieses Osterfest wird ein orthodoxes Kreuz hergerichtet“, sagt Riedel. Dieses solle nach der Andacht gegen 17 Uhr auf dem Friedhof in Penkun als Hoffnungszeichen und zum Gedenken an die Kriegsopfer aufgestellt werden. Platziert werden solle das Kreuz an den 90 Eichen, die einst für Penkuner Kriegstote gepflanzt wurden.

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