UNGEWÖHNLICHE AKTION

Was steckt hinter dieser Aufschrift auf den Bäckertüten?

In der nächsten Woche kommt mit dem Brot und den Brötchen auch eine wichtige Botschaft der Bäcker auf den Frühstückstisch der Menschen im südlichen Vorpommern.
Die Pasewalker Bäckerei Kurzweg beteiligt sich an der Aktion des DRK anlässlich des internationalen Tages zur Bek&au
Die Pasewalker Bäckerei Kurzweg beteiligt sich an der Aktion des DRK anlässlich des internationalen Tages zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Johanna Horak
Pasewalk.

Ab nächster Woche kommen Brötchen und Brot bei einigen Bäckern der Uecker-Randow-Region in Tüten mit einer besonderen Botschaft. „Gewalt kommt bei uns nicht in die Tüte“ wird ab dem 25. November für ein paar Tage in großen Lettern darauf zu lesen sein. Was es genau mit dieser Nachricht auf sich hat, weiß die diplomierte Sozialarbeiterin Annika Wilß vom DRK Kreisverband Uecker-Randow: „Anlässlich des internationalen Tages zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen am 25. November will die Beratungsstelle für Betroffene von häuslicher Gewalt des Deutschen Rotes Kreuzes in Kooperation mit Bäckereien aus der Region mittels Brötchentüten auf das Hilfenetz der Region Vorpommern-Greifswald aufmerksam machen“, erklärt die Sozialarbeiterin.

500 Tüten liegen bereit

An der Aktion beteiligen sich die Bäckerei Kurzweg in Pasewalk, die Bäckerei Reichau in Torgelow und Ueckermünde, die Bäckerei Kadatz in Strasburg und Pasewalk sowie die Konditorei Rieck und Sohn aus Löcknitz.

Für Bernd Kurzweg, Inhaber der gleichnamigen Bäckerei in Pasewalk, ist es bereits das zweite Jahr in Folge, dass er an der Aktion teilnimmt. Kurzweg ist seit 30 Jahren Mitglied beim DRK und der Meinung, dass es wichtig sei, das DRK in diesem Anliegen zu unterstützen. Rund 500 Papiertüten liegen bereits in seiner Bäckerei für den Einsatz nächste Woche bereit. Denn dann sollen die Aktionstüten nicht nur in Pasewalk, sondern auch in den Dörfern der Region in Umlauf gebracht werden.

Dunkelziffer weitaus höher

Mit der Aktion wolle man das Thema häusliche Gewalt mehr in den Fokus der Gesellschaft rücken und die Bevölkerung auf das Thema aufmerksam machen, erklärt die Sozialarbeiterin. „Denn leider ist die Thematik aktueller denn je.“ Allein in Deutschland seien durchschnittlich jede vierte Frau und ihre Kinder von häuslicher Gewalt betroffen. Die Dunkelziffer liege weitaus höher, sagt Annika Wilß. Zudem suche sich bislang nur ungefähr ein Drittel der betroffenen Frauen Hilfe, ergänzt sie.

Aus diesem Grund transportieren die Brötchentüten neben ihrer Botschaft auch weitere wertvolle Informationen, denn sie zeigen mögliche Hilfsangebote für Betroffene und deren Angehörige auf. Zu finden sind alle Anlaufstellen aus dem Hilfenetz gegen häusliche und sexualisierte Gewalt und Stalking des Landkreises Vorpommern-Greifswald, darunter auch die Beratungsstelle in Pasewalk.

 

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