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Was wollt ihr werden, wenn ihr groß seid?

VonRita NitschAktionstag im Pasewalker Berufsförderzentrum bringt deutsche und polnische Jugendliche zusammen.In wenigen Tagen gibt es ein Wiedersehen in ...

Mario Brüssow (links) engagiert sich ehrenamtlich beim DRK im Katastrophenschutz. Er erläuterte gestern den Schülern, welchen Herausforderungen sie bei Festen und Katastrophen gewachsen sein müssen.[KT_CREDIT] Fotos: R. Nitsch

VonRita Nitsch

Aktionstag im Pasewalker Berufsförderzentrum bringt deutsche und polnische Jugendliche zusammen.
In wenigen Tagen gibt es ein Wiedersehen in Sepolno Mal, wo die jungen Leute gemeinsam einen alten zivilen deutschen Friedhof herrichten.

Pasewalk.Ein Berg voller Feuerlöscher und das Auto vom DRK-Katastrophenschutz auf dem Gelände des Berufsförderzentrums der Außenstelle Pasewalk. Was ist hier passiert? „Wir haben zum Rettungs- und Brandschutztag eingeladen“, erläutert Detlef Stiel, Leiter der Außenstelle. Neben den rund 30 jungen Leuten, die sich in den drei Ausbildungsstätten Pasewalk, Ueckermünde und Torgelow auf einen Beruf vorbereiten, waren neun polnische Armee- und Polizeianwärter aus Sepolna Mal (Klein Karzenburg) zu Gast. Seit acht Jahren gibt es freundschaftliche Verbindungen in das Nachbarland. „In den nächsten Wochen werden wir dort unser gemeinsames Projekt beenden, die Herrichtung des zivilen deutschen Friedhofs“, informiert Detlef Stiel.
Doch gestern wurde in Pasewalk ein Tag verbracht. Ob Feuerwehr, DRK, die Bundeswehr oder die Kreisverkehrswacht, alle waren sie mit Stationen vertreten. Den jungen Leuten hat es Spaß gemacht. Einige von ihnen fiebern ihrer beruflichen Zukunft entgegen. Jeden Morgen kommt Nils Poschwatta aus Eggesin in das Pasewalker Förderzentrum. „Ich könnte mir durchaus vorstellen, einmal einen Beruf im Garten- und Landschaftsbau zu erlernen. Einen Platz in der Region zu finden, wäre natürlich toll“, meint er. Anne Schuldt aus Pasewalk ist happy: „Ich habe eine Lehrstelle bei Kaufland in Neubrandenburg ergattert.“ Eleonora Anker bangt noch. Sie möchte Friseuse werden. Ihre Bewerbung für einen Pasewalker Salon läuft. „Vielleicht habe ich eine Chance, die Lehrstelle zu bekommen“, hofft das junge Mädchen.
„Mit dem Extra-Tag wollten wir den Mädchen und Jungen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, sich auch in der Freizeit einzubringen. Ob THW, Feuerwehr oder DRK, überall ist Nachwuchs rar und das Ehrenamt gefragt“, so Detlef Stiel.
Auf Schnupperkurs waren gestern außerdem Mädchen und Jungen der 7. Klassen der Pasewalker Europaschule „Arnold Zweig“ im Berufsförderzentrum. Sie können sich zum Beispiel an drei Tagen im Schuljahr hier umsehen und austesten. Während der 8. und 9. Klasse können sie ihre Interessen weiter festigen und für zehn Tage in den Werkstätten arbeiten. „Es ist ein gute Möglichkeit zur Berufsorientierung“, ist Detlef Stiel überzeugt.