Starthilfe

Welcome-Center in Pasewalk berät Neubürger

Wer neu oder wieder in die Region kommt, muss sich meist orientieren und zurechtfinden. Diese Menschen sollen Unterstützung durch das „Welcome-Center Stettiner Haff“ erfahren.
Fred Lucius Fred Lucius
Großer Bahnhof zur Eröffnung des „Welcome Center Stettiner Haff“ in Pasewalk. Wirtschaftsminister Harry Glawe (rechts) übergab den Zuwendungsbescheid für die Beratungsstelle. Neben Politikern, Landrat und Bürgermeistern waren auch Vertreter aus Unternehmen dabei.
Großer Bahnhof zur Eröffnung des „Welcome Center Stettiner Haff“ in Pasewalk. Wirtschaftsminister Harry Glawe (rechts) übergab den Zuwendungsbescheid für die Beratungsstelle. Neben Politikern, Landrat und Bürgermeistern waren auch Vertreter aus Unternehmen dabei.
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Pasewalk.

Nach wie vor verlassen Menschen die Region. Aber es kommen auch Leute nach Vorpommern, die hier neu sind oder wieder heimisch werden möchten. Allein die Stadt Pasewalk registrierte im vergangenen Jahr einen Zuzug von 425 Personen – mehr als wegzogen (416). Diesen „Neubürgern“ soll der Start in der neuen Heimat durch das „Welcome Center Stettiner Haff“ erleichtert werden, das Am Markt 12 in Pasewalk eröffnet wurde. Nach Greifswald und Stralsund ist dies die dritte Anlaufstelle in Vorpommern für Fachkräfte, Rückkehrer, Studierende und Neubürger von Anklam bis Penkun.

„Die Welcome Center bieten ein leistungsfähiges Netzwerk der Willkommenskultur, das allen Neubürgern mit regionalem Wissen, praktischen Hinweisen für den Alltag und Insidertipps für das Leben in der Region Hilfestellung bietet. Hiervon profitiert der südöstliche Teil Vorpommerns als Ganzes“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) zur Eröffnung. Mit dem Start des Centers sende man auch in Pasewalk das Signal, dass sich leben und arbeiten in MV lohne. Das Land fördert nach Glawes Worten das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit 60 000 Euro. 19 000 Euro kommen aus dem Vorpommern-Fond, weitere 15 000 Euro vom Kreis Vorpommern-Greifswald.

Große Firmen sind ebenfalls Partner

Zudem unterstützen mehrere Partner das vorerst auf zwei Jahre aufgelegte Center. Dazu zählen die Stadtwerke Pasewalk, die Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (FEG), die Asklepios Klinik Pasewalk, die Sparkasse Uecker-Randow sowie die Unternehmen Anklam Extrakt, Suiker Unie (Zuckerfabrik Anklam),ME-LE Torgelow und die Eisengießerei Torgelow. Träger des Welcome Center ist die Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung mbH (ABS) Greifswald.

Die Mitarbeiter des Centers, Johannes Drews (Leiter) und Josy Dittmar, beraten zu den Themen „Arbeit, Job und Bildung“, „Familie“, „Leben und Wohnen“ sowie „Freizeit“. Hierzu zählen unter anderem die Herstellung von Kontakten zu potenziellen Arbeitgebern, die Unterstützung bei der Wohnungssuche sowie bei Betreuungs- und Fördermöglichkeiten für Kinder. Gleichzeitig bieten die Center auch regionalen Betrieben Service- und Unterstützungsleistungen an. „Heute geht es darum, Arbeitskräften attraktive Rund-um-Angebote aufzuzeigen. So gesehen dient auch das Center in Pasewalk der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region“, betonte Glawe.

Zusammenarbeit mit Polen und der Pomerania

Das Besondere an dem Center in Pasewalk ist ABS-Geschäftsführerin Doreen Au zufolge die Zusammenarbeit mit Polen und der Pomerania in Löcknitz. So soll zeitweise eine polnische Rechtsberatung im Welcome Center integriert werden. Interessierte polnische Bürger hätten so die Chance, sich über berufliche und familiäre Möglichkeiten in der Region Stettiner Haff zu informieren.

„In Greifswald ist das Center sehr gut angelaufen, das hoffen wir auch für Pasewalk“, meinte Doreen Au. Die Herausforderung sei, das Projekt über die zwei Jahre hinaus fest zu etablieren. Dafür wolle man weitere Partner und Unterstützer gewinnen. Für den Standort Pasewalk sei die FEG der „Türöffner“ gewesen.

„Das Center wird die gesamte Region voranbringen“, zeigte sich Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) überzeugt. Jeder Euro sei hier gut angelegt. Landrat Michael Sack (CDU) würdigte das gute Zusammenspiel vom Land, Kreis und Wirtschaft. „Von den 800 Mitarbeitern im Kreis wird etwa die Hälfte in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen. Wir müssen also jedes Jahr 40 Mitarbeiter ersetzen“, so Sack. Wenn auch in anderen Größenordnungen, gehe es vielen Unternehmen ebenso.

Kontakt: Telefon 03973 2288588,0152 05196587, E-Mail: welcome-stettinerhaff@abs-greifswald.de, Internet: www.welcome-stettiner-haff.de

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