MEHR JUNGEN ALS MÄDCHEN

Weniger Kinder in Pasewalker Klinik geboren

Der kleine Fiete Röhl aus Eggesin war das letzte Kind, das im vergangenen Jahr in der Pasewalker Asklepios- Klinik auf die Welt kam. Die Klinik zählte 2019 etwas weniger Neugeborene als ein Jahr zuvor.
Das vorletzte Baby des Jahres 2019 in Pasewalk ist Henry Leonard. Er wurde am 30. Dezember geboren. Stolze Eltern sind Kristin
Das vorletzte Baby des Jahres 2019 in Pasewalk ist Henry Leonard. Er wurde am 30. Dezember geboren. Stolze Eltern sind Kristin Bauer (38) und Bernd Schulze (40) aus Angermünde. Es ist ihr erstes Kind. Fred Lucius
In der Pasewalker Asklepios Klinik wurde das 400. Kind des Jahres im Oktober geboren. Teresa Lily erblickte am 20. Oktober das
In der Pasewalker Asklepios Klinik wurde das 400. Kind des Jahres im Oktober geboren. Teresa Lily erblickte am 20. Oktober das Licht der Welt. Mutter ist Susann Garz (vorn Mitte) aus Pasewalk. Es ist das dritte Kind der Familie. Steffi Kapell
Fiete Röhl aus Eggesin kam am Silvestertag um 4.13 Uhr als letztes Kind des Jahres 2019 in Pasewalk zur Welt.
Fiete Röhl aus Eggesin kam am Silvestertag um 4.13 Uhr als letztes Kind des Jahres 2019 in Pasewalk zur Welt. Fred Lucius
Pasewalk.

Bei dieser Zahl muss auch Kinderkrankenschwester Karin Gundlach ein wenig staunen: Die vier schwersten Kinder, die 2019 in der Pasewalker Asklepios- Klinik zur Welt kamen, waren alles Jungen. Und die drei leichtesten Babys – alle Mädchen. Der schwerste Pfundskerl, ein Aaron, brachte Karin Gundlach zufolge bei 57 Zentimetern 5220 Gramm auf die Waage. Das leichtgewichtigste Mädchen, eine Frieda, wog 1405 Gramm bei 39 Zentimetern.

Dreimal Zwillinge

2019 kamen in Pasewalk bei 480 Geburten 483 Kinder auf die Welt. Dreimal gab es Zwillingsgeburten. Wie im Jahr zuvor wurden auch 2019 mehr Jungen (264) als Mädchen (219) in der Asklepios-Klinik geboren, berichtet Karin Gundlach. Ein Jahr zuvor wurden in Pasewalk 531 Kinder auf der Geburtshilfestation gezählt. Der kleine Fiete Röhl aus Eggesin erblickte am Silvestertag um 4.13 Uhr das Licht der Welt, er war das letzte Kind, das im vergangenen Jahr in Pasewalk entbunden wurde.

„Viele Eltern sind jetzt um die 30 Jahre alt, also um den Jahrgang 1990. Das sind eher geburtenschwache Jahrgänge“, sagt Karin Gundlach, die mit zwei weiteren Kinderkrankenschwestern, drei Hebammen und einer Ärztin am Silvester- und Neujahrstag in drei Schichten den Dienst auf der Geburtshilfestation absicherte. Zudem hatten eine weitere Hebamme und eine Kinderkrankenschwester Bereitschaftsdienst für den Fall, dass mehrere Geburten anfallen. Das war aber nicht der Fall. An den beiden Tagen war es verhältnismäßig ruhig auf der Station.

Kreative Vornamen

Recht kreativ zeigten sich laut Klinik im vergangenen Jahr Eltern wieder bei der Namensgebung ihrer Sprösslinge. Neben vielen beliebten und alten deutschen Namen wie Ben, Paul sowie Emma, Hannah/Hanna wurden auch wieder ausgefallene Namen vergeben. So heißen in Pasewalk geborene Mädchen etwa Philomina-Sunshine, Vaiana Grithli, Bluebell, Venla, Lola dé Lore oder Tiana Anchesa. Jungen wurden Nelo, Mex Lou, Loki, Cayden und Caylen (Zwillinge) oder Keke genannt.

Nach Angaben von Asklepios-Geschäftsführer Alexander M. Gross zufolge sind um die 500 Geburten im Jahr für die Klinik eine Zahl, bei der die Entbindungsteams aufgrund ihrer Übung und Routine auch mit unvorhergesehenen Situationen und Notfällen gut umgehen können. Sie würden so eine hohe Versorgungsqualität sicherstellen. „Generell gilt: Je weniger Geburten, desto schwieriger ist es, diese Routine zu erhalten“, sagt Gross.

Obwohl in der Kinderheilkunde die Personalausstattung – verglichen mit der gut ausgestatteten Geburtshilfe – eher knapp sei, sei sie jedoch so stabil, dass derzeit weder an der Struktur der Klinik einschließlich der genannten Abteilungen noch beim Versorgungsangebot Veränderungen geplant oder nötig sind, sagt der Geschäftsführer angesichts der Diskussionen um Schließungen von Geburtshilfestationen oder Kinderkliniken in anderen Orten. Gross zufolge sind derzeit an der Kinderklinik sechs Ärzte beschäftigt. Zudem sind sieben Hebammen in der Geburtshilfe angestellt.

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