Ein Kühlschrank, ein Campingklo und mehr wurden in der Rosa-Luxemburg-Straße in Pasewalk abgeladen.
Ein Kühlschrank, ein Campingklo und mehr wurden in der Rosa-Luxemburg-Straße in Pasewalk abgeladen. Privat
Umweltsünder

Wer entsorgt denn einen Kühlschrank und ein Klo mitten in der Stadt?

Erneut haben Unbekannte ihren Unrat bei Nacht und Nebel heimlich in Pasewalk abgeladen. Dabei lässt sich Sperrmüll ganz bequem und legal am helllichten Tag entsorgen.
Pasewalk

Es ist gar nicht so schwer und auch nicht teuer, seinen Unrat legal, umweltfreundlich und rücksichtsvoll zu entsorgen. Darauf weist Anke Klos aus dem Ordnungsamt der Stadt Pasewalk aus gegebenem Anlass hin.

Ein Kühlschrank, eine Chemie-Toilette, Kissen, Decken und mehr wurden in der Rosa-Luxemburg-Straße abgeladen – direkt am Rand eines Wohngebiets. Anwohnerin Christiane Tempel machte darauf aufmerksam. „An der Tagesordnung ist ja bereits das Abladen von Gartenabfällen in Schutzstreifen und neben Wegen nahe der Wohngebiete. Es gibt die kostenlose Möglichkeit der Entsorgung der meisten Abfälle. Warum wird trotzdem immer häufiger unsere Wohnumgebung derart verschandelt?“, fragte die Pasewalkerin.

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Neuer Müll gleich nach der Abfuhr

Dabei gehört die Rosa-Luxemburg-Straße in der Nähe des Volkskulturparks nach Auskunft des Ordnungsamts nicht einmal zu den Brennpunkten der illegalen Abfallentsorgung. Da seien zum Beispiel ein Wohnhof im Stadtzentrum und die Heinestraße in der Oststadt schon wesentlich häufiger auffällig geworden. „Hier kommt es immer wieder zu Müllverunreinigungen, und dies unmittelbar nach einer bereits abgeschlossenen Abfuhr“, erklärte Anke Klos.

Die Verursacher seien meistens nicht auffindbar. „In aller Regel beseitigen dann die jeweiligen Wohnungsverwaltungen, Anlieger und teilweise auch die Mitarbeiter des technischen Dienstes der Stadt Pasewalk die Verschmutzungen. Trotz der optimalen und größtenteils recht günstigen Entsorgungsmöglichkeiten belasten die Umweltsünder die Natur und damit alle, auch sich selbst“, so Anke Klos.

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Wertstoffhöfe nehmen auch Grünschnitt an

Sperrmüll könne jeder Grundstückseigentümer ganz unkompliziert zur Abfuhr anmelden – telefonisch oder online. Außerdem könne Sperrmüll bei den Wertstoffhöfen abgegeben werden. Die Mieter von Wohnungen müssen sich zunächst mit ihrem Vermieter oder ihrer Wohnungsverwaltung in Verbindung setzen. Dort erhalten die Mieter die Objektnummer, die bei der Sperrmüllanmeldung anzugeben ist. Auch Grünschnitt in bestimmten Mengen, der auf eigenem Grundstück keinen Platz findet, nehmen die Wertstoffhöfe kostenfrei entgegen. „Ein bisschen mehr Verständnis und Verantwortungsgefühl würde uns allen guttun“, sagte Anke Klos.

Weitere Informationen zur Müllentsorgung gibt es bei der Ver- und Entsorgungsgesellschaft des Landkreises Greifswald telefonisch unter 03834/876032 -91/-92/-93 oder hier.

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