Unsere Themenseiten

:

Wer will das Kulturforum betreiben?

Noch betreibt die Stadt das Pasewalker Kulturforum Historisches U. Doch sie ist auf der Suche.   FOTO: r. nitsch

Von unserem RedaktionsmitgliedAngela StegemannNoch weniger Geld für die Kultur? Jetzt haben wir genug gestrichen, sagendie Verantwortlichenin der Stadt ...

Von unserem Redaktionsmitglied
Angela Stegemann

Noch weniger Geld für die Kultur? Jetzt haben wir genug gestrichen, sagen
die Verantwortlichen
in der Stadt Pasewalk.
Am Lindenbad wird gar
nicht gespart, auch in der Bibliothek und im Museum soll es keine weiteren Einschränkungen geben. Problemkind ist das Historische U.

Uecker-Randow.Gute Nachrichten für alle, die um die Zukunft der Bibliothek, des Lindenbades, des Stadtmuseums und des Kulturforums Historisches U gebangt haben: So wie es aussieht, sind die Pasewalker Kultureinrichtungen wenigstens für dieses Jahr gerettet.
Pasewalks Kultur- und Bildungsausschuss setzte Prämissen für den noch zu beschließenden Haushalt für dieses Jahr. „Das ist ein Limit, das man kaum noch unterbieten kann“, sagte Ausschusschef Ralf Schwarz (CDU). Nur ein wenig „Luxus“ leistet man sich im Paul-Holz-Jahr. Dafür stehen 9000 Euro zur Verfügung. „Gespart haben wir durch die neue Förderrichtlinie für Vereine“, schätzte Ralf Schwarz ein. Die Richtlinie war notwendig geworden, da Vereine sogar Ausflugsfahrten oder Kaffeerunden bezuschusst haben wollten. „Das waren nur wenige, aber wir mussten uns ständig damit auseinandersetzen“, sagte der Ausschusschef. Aber allmählich hat es sich wohl herumgesprochen, wofür man Geld von der Stadt bekommt. Die Vereine gehen jedenfalls verantwortungsbewusster mit ihren Anträgen um. Rund 10 000 Euro konnten damit eingespart werden. Mit weniger Geld muss jede Einrichtung auskommen, aber das Entscheidende ist, dass sie nicht geschlossen werden braucht. „Nur am Lindenbad sparen wir nicht. Wir können ja nicht das halbe Wasser rauslassen.“
In der Stadt hofft man, dass mit der neuen Museumsleiterin weiterhin frischer Wind in die Einrichtung einzieht. Seit sie Chefin ist, sind die Besucherzahlen bereits gestiegen. Auch in der Bibliothek soll es keine weiteren Einschränkungen geben. „Wir haben auch überlegt, ob wir die Gebühren in den Kultureinrichtungen erhöhen. Aber das bringt uns letztendlich nicht weiter“, erklärte Ralf Schwarz. Nur das Kapitel Historisches U ist noch nicht abgehakt. Die Stadt sucht jemanden, der es betreibt. Das ist nach Ansicht vieler Ausschussmitglieder eine kulturelle Einrichtung, die erhalten werden sollte. Dass dort nach neuen Wegen gesucht werden muss, bestätigte auch Bürgermeister Rainer Dambach (parteilos) auf Nachfrage. „Wir sind an Bewerbern interessiert!“, sagte er. Hinzu kommt, dass eine Sachbearbeiterin, die dort tätig ist, eine andere Arbeit aufnimmt. Der Kultur- und Bildungsausschuss hat aber nur eine beratende Funktion. Ob die Vorschläge des zuständigen Fachbereiches der Verwaltung und des Ausschusses angenommen werden, entscheiden die Stadtvertreter am 2. Mai. Danach muss die Kommunalaufsicht ihr Okay geben.

Kontakt zur Autorin
a.stegemann@nordkurier.de