Die Petrijünger um Hans-Peter Lindberg, Chef des Kreisanglerverbandes Uecker-Randow, unterstützen die Kontrolle des Fischbestands in der Uecker.
Die Petrijünger um Hans-Peter Lindberg, Chef des Kreisanglerverbandes Uecker-Randow, unterstützen die Kontrolle des Fischbestands in der Uecker. Jörg Foetzke
Vandalismus

Wer zerstört hier Reusen?

Fachmänner untersuchen derzeit an zwei Stellen den Fischbestand in der Uecker. Ihre Arbeit wird aber durch blinde Zerstörungswut erschwert.
Pasewalk

Die Angler des Verbands Uecker-Randow haben ein Problem mit Vandalen. Genauer gesagt müssen sich Mitarbeiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) damit herumärgern, dass Unbekannte immer weider Reusen zerstörten.

Hintergrund ist eine Fischzählung des Stalu. Der Kreisanglerverband Uecker-Randow möchte in Erfahrung bringen, welche Fische überhaupt in der Uecker schwimmen, sagt deren Vorsitzender Hans-Peter Leindberg. Die rund 2000 organisierten Petrijünger kümmern sich auch um den Besatz ihrer Gewässer mit Fischnachwuchs. „Und es ist auch gut zu wissen, auf welche Krankheiten wir uns einstellen müssen”, sagt Lindberg.

Angler sollen Zerstörung melden

Auf seine Frage wird er spätestens in 20 Tagen Antwort erhalten, wenn das beauftragte Stalu mit der Fischzählung fertig ist. An den Wehren Bauernort (acht Kilometer vor Pasewalk) und Liepe (ein Kilometer östlich von Sandförde) haben die Mitarbeiter vor den Fischtreppen Reusen angebracht. Täglich werden diese kontrolliert, die gefangenen Fische gewogen und vermessen und dann wieder in die Freiheit entlassen.

Doch diese Reusen fallen eben unbekannten Vandalen zum Opfer. „Mehrfach wurde uns die Reuse demoliert“, sagt Dr. Arno Waterstraadt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der gewässerbiologischen Station. Er bittet die Angler um Mithilfe. Hans-Peter Lindberg will sich dieser Bitte nicht entziehen. Er fordert alle Petrijünger auf, aufmerksam zu sein und Vandalismus zu melden. Denn von den Reusen verspricht man sich Rückschlüsse auf den Fischbestand.

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