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Kampf gegen Unrat

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Wie sauber ist Pasewalk wirklich?

Ein Pasewalker Müllproblem. So sah es kürzlich an der Ecke Mühlenstraße/Am St. Spiritus aus.
Ein Pasewalker Müllproblem. So sah es kürzlich an der Ecke Mühlenstraße/Am St. Spiritus aus.
Jörg Foetzke

Zigarettenkippen in den Blumenrabatten, beschmierte Bänke und fliegendes Papier konnten Passanten in den vergangenen Monaten auf dem Pasewalker Markt öfter erleben, als ihnen lieb war. Problemzonen gibt es auch in anderen Bereichen. Ist Pasewalk trotzdem eine saubere Stadt?

Einmal in der Woche rücken die „Saubermänner“ der Gemeinnützigen Werk- und Wohnstätten auf dem Pasewalker Marktplatz an, sammeln Dreck und Unrat zusammen und transportieren ihn ab. Und offenbar kommt da mehr zusammen, als den Arbeitsbienen mitunter lieb ist. Den Unrat bemerken auch Besucher und Passanten, die dann mitunter ziemlich krasse Äußerungen von sich geben. „Ich habe noch keine dreckigere Stadt als Pasewalk gesehen“, meinte ein Beobachter, als die „Saubermänner“ mal wieder an der Nordseite des Marktes vor der Apotheke verstärkt aufräumen mussten.

Bis in den Frühsommer hinein hatten sich junge Leute die Mauer vor dem Gebäude als Treffpunkt auserkoren. Regelmäßig wurde dort bis in die späten Abendstunden getrunken und so laut Musik gemacht, dass gar die Polizei einschreiten musste. Flaschen, Scherben und Papier kündeten dann am Morgen darauf noch von dem unseligen Spektakel. Und stand dann noch der Wind ungünstig, verteilte sich der Unrat über den ganzen Markt. Doch seit Wochen herrscht Ruhe, was auch die Pasewalker Ordnungsamtsleiterin Diana Vahl aufatmen lässt. Sie habe selbst mit den Jugendlichen das Gespräch gesucht. Sie hofft nun, dass die Zwischenfälle auf dem Marktplatz der Vergangenheit angehören, die Stadt will zudem Sitzgruppen an der Nova-Halle aufstellen. Doch ob die jungen Leute diesen Standort annehmen?

Sperrmüll ist ein besonderes Problem

Dass Pasewalk generell übermäßig schmutzig sei, will die Ordnungsamtsleiterin nicht gelten lassen. „Aus meiner Sicht ist es sogar sauberer in der Stadt als früher“, sagt sie. Natürlich gebe es auch Probleme und Bereiche, wo es wirklich sauberer sein könnte. Auch der Sperrmüll sei ein Problem. Denn manche Leute setzen auf die illegale Entsorgung und schmeißen ihren Krempel vor allen im Bereich hinter dem Krankenhaus in die Botanik. Und durch die individuell gestaltete Abfuhr des Sperrmülls durch den Entsorger liegen immer mal wieder unansehnliche Gerümpelhaufen mitunter tagelang in der Stadt. Doch Pasewalk könne sich im Vergleich zu anderen Städten durchaus sehen lassen, sagt Diana Vahl.

Genauso sieht es der städtische Bauamtsleiter Marko Schmidt. Er organisiert sozusagen, dass in der Stadt aufgeräumt wird. Da kommt einmal in der Woche die Putzbrigade von der GWW, die auf dem Markt und drum herum, in der Wilhelmstraße und im Museumsgarten für Sauberkeit sorgt. Zusätzlich streift ein von den Stadtwerken gestellter Papiersammler regelmäßig über den Markt. Und auch der Technische Dienst der Stadt ist eingebunden und leert zweimal die Woche die rund 300 öffentlichen Papierkörbe in der Stadt.

Leser sind gefragt

„Die Stadt ist sauber“, sagt jedenfalls Gernot Hellwig, der den Technischen Dienst der Kommune leitet. Die aktuell größte Problemzone in Pasewalk ist seit Monaten schon der Spielplatz an der Fischerstraße. Jugendliche treffen sich vor allem in den Abendstunden auf dem Platz und lassen Flaschen und Kippen einfach liegen. Keine gute Visitenkarte für einen Spielplatz. Bereits im April machten sich Freiwillige während der Aktion „Pasewalk räumt auf“ auf dem Gelände zu schaffen, doch bereits 24 Stunden später lag wieder Unrat auf dem Spielplatz. Und dieser traurige Zustand hält bis heute an.

Und wie sehen unsere Leser die Ordnung und Sauberkeit in Pasewalk? Lässt sich da etwas verbessern? Oder sollte man Leute für ihren Fleiß vielleicht auch mal loben? Rufen Sie uns an unter 03973 203712 oder schicken Sie eine Mail mit Ihren Erfahrungen unter j.foetzke@nordkurier.de.