NACH CORONA-PAUSE

Windkraft-Gegner wollen wieder demonstrieren

Ein gutes halbes Jahr war es ruhig. Doch am Sonntag laden die Gegner der Windkraft-Politik zu einer weiteren Mahnwache nach Battinsthal ein.
In Battinsthal hatte es in der Vergangenenheit mehrere Mahnwachen und Unterschriftenaktionen gegen die geplanten Windkraftanla
In Battinsthal hatte es in der Vergangenenheit mehrere Mahnwachen und Unterschriftenaktionen gegen die geplanten Windkraftanlagen in dem Krackower Ortsteil gegeben. Fred Lucius
Battinsthal.

Die Corona-Krise hat auch den Gegnern der Windkraft-Politik eine Auszeit beschert. Ende Februar gab es im Krackower Ortsteil Battinsthal die letzte Mahnwache gegen den unkontrollierten Ausbau von Windkraftanlagen. Am Sonntag, 18. Oktober, folgt nun eine Neuauflage. Um 14 Uhr wird am Battinsthaler Ortseingang die inzwischen vierte Mahnwache stattfinden. Wie Gerd Hamsch von der Krackower Bürgerinitiative mitteilte, werden sich daran auch Mitglieder anderer Initiativen wie aus dem Gebiet der Friedländer Großen Wiese, aus Ramin sowie aus Penkun beteiligen.

Rotmilan-Paar brütet hier

Hamsch zufolge gibt es mittlerweile neben rechtlichen Aspekten weitere Gründe, die gegen den Bau der vier geplanten Windkraftanlagen in Battinsthal sprechen. „Ein Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde hat am 19. April in dem Gebiet, in dem die Windanlagen gebaut werden sollen, ein brütendes Rotmilan-Paar registriert und kartiert“, erklärt der Lebehner. Dieser Fakt sei nach seinen Informationen an das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU) in Neubrandenburg weitergeleitet worden, welches das Schweriner Landwirtschaftsministerium informierte. Letzteres wiederum habe sich mit dem Energieministerium in Verbindung gesetzt. „Aber die Sache wird totgeschwiegen, um Fakten zu schaffen“, ist Hamsch überzeugt.

Anwalt hat Einstweilige Verfügung angestrengt

Über einen Anwalt habe man eine Einstweilige Verfügung beim Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Greifswald angestrengt, die sich gegen den Bau der Windkraftanlagen richtet. Die Gemeinde Krackow lässt zudem weiterhin die Genehmigung für die Windräder in Battinsthal gerichtlich überprüfen. „Wir sind keine Scheuklappengegner von Windkraftanlagen“, erklärt Hamsch. Alles, was mit Recht und Ordnung in Einklang stehe, trage man mit. Wenn aber Windanlagen wie die in Battins-thal politisch durchgedrückt würden, trage man dies nicht mit.

Das Landwirtschaftsministerium hatte das StALU Mecklenburgische Seenplatte angewiesen, die Genehmigung für fünf Windkraftanlagen zu erteilen. Gegen diese Entscheidung hatte das StALU Einwand erhoben. Schließlich sei das Umweltamt verpflichtet worden, vier Anlagen zu genehmigen. Vom Regionalen Planungsverband Vorpommern war das Windfeld Battinsthal zuvor gestrichen worden. „Es läuft einiges schief“, sagt Gerd Hamsch. Daher müsse man gemeinsam mit anderen weiterhin etwas gegen die Windkraft-Politik unternehmen.

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