Extra für die Transporte zu den Windkraftanlagen wurde eine neue, befestigte Straße angelegt.
Extra für die Transporte zu den Windkraftanlagen wurde eine neue, befestigte Straße angelegt. ZVG
Anwohner fühlen sich auch durch die Staubwolken, die die Brummis verursachen, belästigt.
Anwohner fühlen sich auch durch die Staubwolken, die die Brummis verursachen, belästigt. ZVG
Ziemlich eng geht es zu, wenn Schwerlasttransporte sich durch den Penkuner Ortsteil Büssow schlängeln.
Ziemlich eng geht es zu, wenn Schwerlasttransporte sich durch den Penkuner Ortsteil Büssow schlängeln. Heute ist dies Thema im nicht öffentlichen Teil der Stadtvertretersitzung. Foto: ZVG
Anwohner fühlen sich auch durch die Staubwolken, die die Brummis verursachen, belästigt. Foto: ZVG
Anwohner fühlen sich auch durch die Staubwolken, die die Brummis verursachen, belästigt. Foto: ZVG
Ziemlich eng geht es zu, wenn Schwerlasttransporte sich durch den Penkuner Ortsteil Büssow schlängeln. Heute ist die
Ziemlich eng geht es zu, wenn Schwerlasttransporte sich durch den Penkuner Ortsteil Büssow schlängeln. Heute ist dies Thema im nicht öffentlichen Teil der Stadtvertretersitzung. Foto: ZVG
Jetzt wurden Maßnahmen festgelegt, die eine Durchfahrt in Büssow unterbinden sollen. Foto: ZVG
Jetzt wurden Maßnahmen festgelegt, die eine Durchfahrt in Büssow unterbinden sollen. Foto: ZVG
Eigens für die Transporte zu den Windkraftanlagen wurde eine neue, befestigte Straße angelegt. Foto ZVG
Eigens für die Transporte zu den Windkraftanlagen wurde eine neue, befestigte Straße angelegt. Foto ZVG
Ärger

Windkraft-Transporte wirbeln mächtig Staub auf

Arbeiten an Windkraftanlagen verärgern Einwohner des Penkuner Ortsteils Büssow. Eine extra angelegte Straße wird oft nicht benutzt, beklagen sie.
Büssow

Rüdiger Bartel aus Büssow ist mächtig sauer – und das seit Tagen. Der Grund: Schwerlasttransporte, die zu einem nahen Windpark fahren oder von dort kommen, würden die eigens neu geschaffene und befestigte Zuwegung oftmals nicht nutzen und stattdessen auf dem engen, alten und unbefestigten Weg des Penkuner Ortsteils fahren. Bartel klagt über nächtliche Lärmbelästigungen, extreme Staubentwicklungen und auch über nicht angepasste Geschwindigkeiten. Da würden ihm andere Einwohner zustimmen, sagt er.

„Einige Fahrer sind aggressiv und wollen die Durchfahrt erzwingen. Andere behaupten, keine Anweisung erhalten zu haben, die befestigte Zuwegung zu nutzen. Man muss aber auch sagen, dass die Ausschilderungen für die Fahrer nicht optimal waren und nicht den gesetzlichen Erfordernissen entsprechen“, schildert Bartel, der nach eigenen Angaben wegen der Staubbelastung wieder Medikamente aufgrund einer asthmatischen Erkrankung nehmen muss. Teilweise halte sich minutenlang eine riesige Staubwolke in der Luft. Man fühle sich als Bürger angesichts dieser „Wild-West-Methoden“ alleine gelassen, weil die Verantwortung immer weiter geschoben werde. Bartels glaubt, dass es auch nach einem Vor-Ort-Termin mit Verantwortlichen und Festlegungen bei künftigen Arbeiten an Windkraftanlagen wieder zu diesen Belästigungen kommen wird.

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Jetzt kontrolliert der Wachschutz

Penkuns Bürgermeistern Antje Zibell (CDU) kann sich auch nicht richtig erklären, warum Lkw-Fahrer durch den schmalen, unbefestigten Ortsteil fahren. Eine Abkürzung sei das jedenfalls nicht. „Gemeinsam mit dem Ordnungsamt haben wir jetzt Festlegungen getroffen“, sagt Antje Zibell. Dazu zähle, dass die Transporte angemeldet werden müssen, für diese bestimmte Zeiten festgelegt werden und auch ein Wachschutz für die Kontrolle der Fahrwege beauftragt wurde.

Strikte Regeln erlassen

Maßnahmen, um zukünftig Verstöße zu vermeiden, bestätigt auch der Windkraftanlagen-Betreiber Enertrag aus Dauerthal. „Gemeinsam mit dem Ordnungsamt wird an einer offiziellen Beschränkung der Ortsdurchfahrt gearbeitet. Somit werden zukünftige Verstöße auch ordnungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen“, erklärt Firmensprecher Matthias Philippi. Für verbleibende Transporte habe man strikte Regeln erlassen und die Beauftragung eines Wachschutzes angefordert. Zudem sei dem Fahrer, der trotz Hinweisen von Anwohnern und somit mutmaßlich willentlich das Durchfahrtsverbot missachtet habe, ein unbefristetes Befahrungsverbot für alle jetzigen und zukünftigen Enertrag-Baustellen erteilt worden.

„Uns ist als Unternehmen natürlich daran gelegen, die Auswirkungen auf Mensch und Natur beim Bau neuer Anlagen so gering wie möglich zu halten“, betont der Sprecher. Mehrfach habe man bei Lieferanten und Transportfirmen auf die Ortsumfahrung hingewiesen und Transporte durch Büssow verboten. Dennoch hätten vereinzelt Fahrer diese Anweisung nicht befolgt. Bei insgesamt rund 300 Transporten handele es sich jedoch um einen äußerst geringen Anteil.

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