AM ODER-NEIßE-RADWANDERWEG

Wolf reißt neugeborenes Kalb bei Ramin

Das Kalb war zur Hälfte aufgefressen: Es ist nahezu sicher, dass bei Ramin ein Wolf zugange war – und zwar direkt am Oder-Neiße-Radwanderweg.
Ein neugeborenes Kalb einer Mutterkuhherde wurde bei Ramin gerissen. Das Tier gehört zur Agrargesellschaft Grambow und wurde vom Wolf von der Weide in ein kleines Waldstück gezogen.
Ein neugeborenes Kalb einer Mutterkuhherde wurde bei Ramin gerissen. Das Tier gehört zur Agrargesellschaft Grambow und wurde vom Wolf von der Weide in ein kleines Waldstück gezogen. ZVG
Mehrfach haben Landwirte in der Raminer Gegend einen Wolf am Tage beobachtet und fotografiert.
Mehrfach haben Landwirte in der Raminer Gegend einen Wolf am Tage beobachtet und fotografiert. ZVG
In dieses kleine Waldstück hatte der Wolf das Kalb von der angrenzenden Weide gezogen.
In dieses kleine Waldstück hatte der Wolf das Kalb von der angrenzenden Weide gezogen. Fred Lucius
Rinder der Rasse Uckermärker der Agrargesellschaft Grambow grasen bei Ramin. Der Betrieb verkauft die Tiere an die Hamburger Block-House-Gruppe, die Steakhäuser und Burger-Restaurants betreibt.
Rinder der Rasse Uckermärker der Agrargesellschaft Grambow grasen bei Ramin. Der Betrieb verkauft die Tiere an die Hamburger Block-House-Gruppe, die Steakhäuser und Burger-Restaurants betreibt. Fred Lucius
Ramin ·

Nach Angaben des Geschäftsführers der Agrargesellschaft Grambow, Felix Pickert, hat ein Wolf ein neugeborenes Kalb von einer Weide bei Ramin gut 15 Meter im Zickzack geschleift. Das Tier war zur Hälfte aufgefressen und lag unmittelbar am Oder-Neiße-Radwanderweg, auch das nächste Haus war nur wenige hundert Meter entfernt.

400 Hektar Weide einzäunen?

Der Vorfall ereignete sich bereits am 4. April. Anschließend wurde das Tier im Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Rostock untersucht. Festgestellt wurde, dass das Kalb bei der Attacke noch gelebt hatte und ein Wolf der Verursacher gewesen sein kann. Letzteres hatte auch der Wolfsbeauftragte Torsten Dinse nach dem Riss nicht ausgeschlossen.

Der Betrieb hält etwa 200 Mutterkühe und verkauft Färsen an die Hamburger Block-House-Gruppe, die Steakhäuser und Burger-Restaurants betreibt. Rund 400 Hektar Weide im Randowbruch einzuzäunen wie ein gut gesichertes Wildgatter funktioniere nicht, erläutert Pickert.

 

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