Abschließend wird wohl nie geklärt werden, ob ein Wolf die Schafe gerissen hat.
Abschließend wird wohl nie geklärt werden, ob ein Wolf die Schafe gerissen hat. Klaus-Dietmar Gabbert
Wolf in Verdacht

Wolf soll Schafe bei Jatznick gerissen haben

Ein Mutterschaf ist tot. Zwei Lämmer sind verschwunden. Für den Halter kommt dafür nur ein Wolf infrage – aus gutem Grund.
Waldeshöhe

Meister Isegrimm scheint in der Uecker-Randow-Region weiter sein Unwesen zu treiben. In der Nacht zu Mittwoch hat wahrscheinlich ein Wolf drei Schafe in Waldeshöhe bei Jatznick gerissen. Das vermutet jedenfalls Jörg Hübner, dem zehn Tiere als Privatperson gehören. „Ein Mutterschaf wurde gerissen. Und zwei Lämmer sind verschwunden”, sagt der Waldeshöher.

Mehr lesen: Hat bei Strasburg der Wolf zugeschlagen?

Die Kamerunschafe seien Tag und Nacht draußen. Auf seinem Grundstück nutze er die Tiere als Rasenmäher. Das Gelände sei mit einem 1,60 Meter hohen Zaun eingezäunt. Einen Untergrabeschutz habe der Zaun allerdings nicht. Die Wiese, auf der sich die Schafe aufhalten, befinde sich ganz in der Nähe der Wohnhäuser in Waldeshöhe.

Einen Rissgutachter habe er nicht informiert. Weil sein Zaun wohl nicht den Bedingungen für den Schutz vor dem Wolf entspreche, habe er auch wenig Aussicht, eine Entschädigung zu bekommen. „Der Wolf wurde hier im Dorf schön öfter gesehen. Daher überrascht mich das auch jetzt nicht”, meint Jörg Hübner.

Auch interessant: Mann sieht bei Pasewalk Wolf ganz aus der Nähe

Die letzte Wolfssichtung in der Region gab es am Montag, 21. Februar. An diesem Tag hatte ein Dargitzer einen Wolf zwischen Pasewalk und Dargitz am helllichten Tag beobachtet und fotografiert. Am Tag zuvor hatte Ralf Assmann auf seinem Grundstück in Louisfelde bei Strasburg mehrere und deutlich zu erkennende Spuren entdeckt, die er einem Wolf zuordnet. Auf dem Hof waren etwa drei Wochen zuvor Hühner und Enten tot oder verscharrt von ihm entdeckt worden. Andere Tiere waren verschwunden.

zur Homepage