Beim Besuch anlässlich des 100. Jubiläums der Feuerwehr Boock hatte Innenminister Christian Pegel (links) Bürge
Beim Besuch anlässlich des 100. Jubiläums der Feuerwehr Boock hatte Innenminister Christian Pegel (links) Bürgermeister Gunnar Mißling (Mitte) und Wehrführer Steffen Gierke die Fördermittel mündlich zugesagt. Mathias Scherfling
Feuerwehrhaus

Zugesagte Förderung lässt auf sich warten

Der Innenminister hatte der Gemeinde Boock eine Million Euro für das neue Feuerwehrhaus zugesagt – mündlich. Auf die schriftliche Bestätigung wartet die Gemeinde noch immer. Auf das Geld sowieso.
Boock

Schon seit rund zehn Jahren kämpft die Gemeinde Boock für ein neues Feuerwehrgerätehaus. Der Kauf des Grundstücks und die Planungen haben, abgesehen von den unzähligen Stunden Arbeit der Gemeindevertreter, bereits mehr als 100.000 Euro verschlungen. Zum 100. Jubiläum der Feuerwehr am 18. Juni 2022 hatte Innenminister Christian Pegel (SPD) bei einem Besuch in Boock verkündet, dass die Gemeinde 780.000 Euro Fördermittel über eine Sonderbedarfszuweisung (SBZ) vom Land erhält. Im gleichen Zuge hatte der Landkreis Vorpommern-Greifswald zugesagt, jeweils 110.000 Euro für zwei Stellplätze dazuzugeben.

Auch der Landkreis hat noch nichts Schriftliches geschickt

Bürgermeister Gunnar Mißling (parteilos) bekräftigte in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter noch einmal, dass die Gemeinde nach wie vor klar Position für das neue Feuerwehrhaus bezogen habe und auch bereit sei, Geld in die Hand zu nehmen. „Wir sind eigentlich kurz vor dem Zieleinlauf. Es gibt aus dem Innenministerium das Signal, dass wir eine Förderung erhalten sollen“, so Mißling. Das hänge aber davon ab, ob auch die Förderung für zwei Stellplätze vom Landkreis komme. Der Antrag dafür laufe schon länger. „Es wird allgemein signalisiert, dass die Boocker Feuerwehr gebraucht wird. Aber der bürokratische Prozess, um verbindliche Antworten zu bekommen, ist in keiner Weise zufriedenstellend. Wir haben bislang weder vom Landkreis noch vom Land eine schriftliche Zusage“, betonte der Bürgermeister.

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„Die Politik muss jetzt endlich liefern!“

Die Rede sei von einer Gesamtförderung in Höhe von einer Million Euro. Mißling sagte, er hoffe, dass die Förderung bald auch schriftlich zugesagt wird, damit endlich richtig losgelegt werden kann. „Ich bin einfach mit meinem Latein am Ende“, sagte der Bürgermeister. Die freiwillige Feuerwehr habe immer mehr Aufgaben und werde immer mehr gefordert. Jetzt müsse die Politik endlich einmal liefern. Denn ohne diese Förderung sei die Gemeinde nicht in der Lage, ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 1,6 Millionen Euro — die momentan in der Planung stehen — aus eigener Kraft zu stemmen. „Im Doppelhaushalt 2023/24 ist vorgesehen, dass wir trotz der schwierigen Haushaltssituation einen Kredit in Höhe von bis zu615.000 aufnehmen werden, um das neue Feuerwehrgerätehaus zu bauen“, bekräftigte Mißling.

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