MAHNWACHE IN PLÖWEN

Breite Front fordert: Wolf zum Abschuss freigeben

In Plöwen haben Bauern, Schäfer, Jäger und Touristiker gegen die Ausbreitung des Wolfes protestiert. Viele von ihnen fordern, den Wolf zum Abschuss freizugeben.
Der Wolf reicht Dr. Manfred Leberecht, Vizepräsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, und der CDU-Landtagsabgeordneten Beate Schlupp die Hand.
Der Wolf reicht Dr. Manfred Leberecht, Vizepräsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, und der CDU-Landtagsabgeordneten Beate Schlupp die Hand. Rita Nitsch
Plöwen.

Rund 300 Landwirte, Schäfer, Bürgermeister und Jäger haben jüngst eine Mahnwache in Plöwen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) gegen den Wolf veranstaltet. Der Bauernverband Uecker-Randow hatte zu der Aktion aufgerufen.

Verbandsvorsitzende Petra Döhler nahm dann auch kein Blatt vor den Mund: Sie ist enttäuscht von der Politik. Sie versteht jene nicht, die den Wolf als romantische Bereicherung des deutschen Waldes sehen. Gegen die ungebremste Populationsentwicklung des Wolfes müsse etwas unternommen werden!

Unternommen, dafür findet Felix Pickert, Geschäftsführer der Grambower Agrargesellschaft, noch etwas deutlichere Worte: „Es muss die Möglichkeit geben, dass Wölfe abgeschossen werden dürfen.” Sein Betrieb halte rund 200 Mutterkühe der Rasse Uckermärker. 400 Hektar Weide im Randowbruch einzuzäunen, das könne er nicht leisten. Dann lieber anlegen und abfeuern!

Schwere politische Fehler im Umgang mit dem Wolf

Die wolfspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Schlupp, räumte schwere Fehler im politischen Umgang mit dem Wolfs-Problem ein. Zu Beginn der Wolfs-Diskussion vor einigen Jahren habe man behauptet, das Wolfs-Problem bekomme man mit entsprechenden Zäunen in den Griff. Das ist anscheinend doch nicht so einfach, wenn man die jüngsten Wolfsrisse in der Region betrachtet.

„Umso notwendiger ist es, verhaltensauffällige Wölfe frühzeitig zu definieren und zu erschießen“, so Schlupp. Und auch der AfD-Landtagsabgeordnete Jürgen Strohschein gibt die Tiere zum Abschuss frei: „Sobald der Wolf seinen Kopf aus dem Wald raussteckt, sollte man ihn erschießen.“

Aktueller Riss eines Schafes

Erst am 2. Oktober meldete das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, dass einen Tag zuvor im Raum Kuhstorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim ein Schaf gerissen wurde. Der Rissgutachter schließt einen Wolf als Verursacher nicht aus. Zur Absicherung des Befundes wurden Genetikproben genommen und deren weitere Auswertung in Auftrag gegeben. Die Schafherde war nicht mit dem empfohlenen Grundschutz gesichert.

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