Eine Tauchgondel wie diese sollte in Waren gebaut werden.
Eine Tauchgondel wie diese sollte in Waren gebaut werden. Stefan Sauer
Bauprojekt zu teuer

Pläne für Tauchgondel am Warener Hafen versunken

Nichts wird es mit einem U-Boot am Stil im Warener Hafen. Der Grund ist der Grund.
Waren

Sie war als weiteres touristisches Highlight in Waren geplant, sollte für bis zu 30 Personen pro Tauchgang die Unterwasserwelt der Müritz erlebbar machen. Doch nun ist die geplante Tauchgondel an der Nordmole vom Tisch. „Die Firma Tauchgondel-Beteiligungs AG hat der Verwaltung schriftlich mitgeteilt, dass sich die Gründungskosten nicht mehr rechnen würden und sie aufgrund dessen von dem Vorhaben Abstand nehmen“, erklärte Pressesprecherin Stefanie Schabbel auf Nordkurier-Nachfrage. Damit habe sich das Projekt aus Sicht der Stadt Waren erledigt.

Dabei hatte sich Diplom-Ingenieur Andreas Wulff Anfang 2016 kämpferisch gezeigt und (noch) keinen Grund gesehen, alles abzublasen. Doch schon damals stand das Vorhaben auf wackeligen Beinen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schwierig ist, in der Müritz zu gründen. Wir haben bis jetzt an dem ausgewählten Standort keinen tragfähigen Boden gefunden“, erklärte der Betreiberchef zu dem Zeitpunkt. Richtigen Halt gab es erst nach etwa 30 Metern. Das wiederum trieb die Kosten in die Höhe.

Der Stadt indes seien keine Ausgaben entstanden, betont Stefanie Schabbel. Seinerzeit war die Tauchgondel AG in Wolgast davon ausgegangen, mehr als eine Million Euro in den Bau zu stecken. Dazu, so hieß es, kämen drei bis vier feste Jobs an Bord. Andreas Wulff war dazu weder telefonisch noch per Mail zu erreichen.

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