Der Bitcoin hat in den letzten Jahren enorm an Wert gewonnen. Jetzt wollen auch die Sparkassen ihren Kunden den Bitcoin-Handel
Der Bitcoin hat in den letzten Jahren enorm an Wert gewonnen. Jetzt wollen auch die Sparkassen ihren Kunden den Bitcoin-Handel ermöglichen. Pavlo Gonchar
Kryptowährungen

Sparkassen wollen jetzt Bitcoins verkaufen

Die Sparkassen werden vor allem bei jüngeren Kunden oft als unmodern wahrgenommen. Doch das könnte sich jetzt ändern. Denn sie wollen voll in das Geschäft mit Kryptowährungen einsteigen.
Neubrandenburg

Kunden könnten zukünftig bei den deutschen Sparkassen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether kaufen. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bestätigte entsprechende Informationen der Wirtschaftsmagazine „Capital”, „Finanz-Szene” und „Finance Forward”. DSGV-Angaben zufolge arbeite derzeit der hausinterne IT-Dienstleister „S-Payment” an einem Pilotprojekt, das die technischen Möglichkeiten für die Aufbewahrung und den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen erörtern soll.

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Damit würden die Sparkassen als erste große deutsche Geschäftsbanken in den Krypto-Handel einsteigen. „Das Interesse an Krypto-Assets ist enorm, das sieht auch die Sparkassen-Finanzgruppe”, sagte ein DSGV-Sprecher. Das Projektteam bereite Entscheidungen in den Gremien der Sparkassen-Gruppe im ersten Halbjahr 2022 vor.

Schon im April 2022 könnte es losgehen

Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnten sich Kunden bei der Sparkasse ein Wallet – eine digitale Geldbörse – zur Aufbewahrung von Krypto-Währungen einrichten und Käufe direkt über das eigene Girokonto vornehmen. Schon ab April 2022 könnten einzelne der rund 370 Sparkassen die ersten Wallets anbieten. Derzeit steht aber noch nicht fest, ob die Idee auch tatsächlich umgesetzt wird.

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Sowohl für die angebotenen Kryptowährungen als auch für die Geldinstitute selbst könnte dies ein guter Deal sein. Die Sparkassen werden oft als eher unmodern wahrgenommen und stehen wirtschaftlich unter Druck. Nicht nur die niedrigen Zinsen, auch der steigende Wettbewerb durch Neobroker und Fintech-Geldinstitute, die ihre Dienste häufig volldigital und gebührenfrei anbieten und damit eine jüngere Kundschaft anziehen, setzt den Banken zu.

Krypto-Community ist begeistert

Durch das Angebot des Krypto-Handels würden die Sparkassen ihre Attraktivität vor allem bei jüngeren Kunden steigern. Bitcoin, Ether und Co könnten ihrerseits von der wahrgenommenen Bodenständigkeit der Sparkassen profitieren, die es den Kryptowährungen erlaubt, sich weiter im Mainstream zu etablieren.

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In der Krypto-Community wird der Vorschlag daher auch sehr positiv aufgenommen. Der einflussreiche Bitcoin-Youtuber Roman Reher, besser bekannt als der „Blocktrainer”, hat das Thema bereits am Montag in einem Livestream aufgegriffen und damit größtenteils für zustimmende Kommentare gesorgt.

Der Youtuber "Blocktrainer" widmet sich dem Thema ausführlich hier:

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