Besser zu Fuß oder mit dem Fahrrad, rät der ADAC.
Besser zu Fuß oder mit dem Fahrrad, rät der ADAC. Stefan Sauer
Spritpreise

ADAC ruft zum Fahrradfahren auf

Angesichts hoher Spritpreise ruft der ADAC seine Mitglieder zu sparsamer Fahrweise auf und rät, statt Auto öfter Nahverkehr und Fahrrad zu nutzen.
München

Angesichts des Ukraine-Kriegs hat der ADAC seine Mitglieder zum Spritsparen aufgerufen. Sie sollten prüfen, ob sie auf einzelne Fahrten mit dem Auto verzichten könnten und spritsparend fahren, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Text der Präsidiumsmitglieder Christian Reinicke und Gerhard Hillebrand. Er ist der Auftakt einer Kampagne, die der Verkehrsclub über seine eigenen Kanäle spielen will.

Ziel ist es, die Abhängigkeit Deutschlands von russischen Energieimporten zu reduzieren. Dazu könne jeder Einzelne einen Beitrag leisten. Zudem hätte eine sinkende Nachfrage sicherlich auch dämpfende Auswirkungen auf die Spritpreise – auch wenn Reinicke und Hillebrand diesen Aspekt nicht ansprechen.

Auch mal Wege zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus zurücklegen

In dem offenen Brief an die rund 21 Millionen Mitglieder des ADAC heißt es unter anderem: „Wer einen guten Zugang zu Angeboten des öffentlichen Verkehrs hat, sollte diese verstärkt nutzen. Auch mit dem Rad oder zu Fuß lassen sich manche Wege zurücklegen.“ Zudem rufen sie die Menschen auf, spritsparend zu fahren: „Dabei spielt die Geschwindigkeit eine große Rolle. Wichtig ist aber auch vorausschauendes und gleichmäßiges Fahren.“ Dadurch lasse sich der Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken.

In einer Umfrage des Verkehrsclubs unter gut 1000 Autofahrern ab 18 Jahren, die an mindestens 10 Tagen im Monat selbst fahren, sagte knapp die Hälfte, im Vergleich zu vor einigen Monaten gelegentlich auf Fahrten zu verzichten, um Energie und Kosten zu sparen. 60 Prozent sagten zudem, es sei ihnen gelungen, durch spritsparende Fahrweise ihren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

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Spritpreise wieder gesunken

Die Spritpreise haben zuletzt wieder nachgegeben. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags kostete ein Liter Super E10 1,954 Euro, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Das waren 2,1 Cent weniger als vor einer Woche. Diesel verbilligte sich um 0,8 Cent auf 2,019 Euro.

Die Kraftstoffe bewegen sich damit in etwa in der Mitte zwischen ihren extremen Allzeithochs im März und dem Stand vor Beginn des Ukraine-Kriegs. Im Vergleich zum April des vergangenen Jahres ergibt sich dennoch ein kräftiger Anstieg von 71 Cent bei Diesel und knapp 49 Cent bei Super E10.

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