Kein Konzept?

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AfD-Experte widerspricht Gauland bei Digital-Strategie

Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD, während des ZDF-Sommerinterviews am Wochenende.
Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD, während des ZDF-Sommerinterviews am Wochenende.
Jule Roehr

Im ZDF-Interview sprach AfD-Chef Alexander Gauland unter anderem über Digitalisierung. Viel wusste er nicht. Warum fragt er nicht in seiner Partei nach?

Bei den Themen Rente und Digitalisierung hat die AfD laut dem Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland keine abgestimmten Konzepte. Das sagte er im ZDF-Sommerinterview. Bei der Rente soll im kommenden Jahr ein Konzept vorgestellt werden.

Doch bei der Digitalisierung zeigte sich Gauland eher desinteressiert. Die fortschreitende Digitalisierung könne Arbeitsplätze gefährden, über Alternativen sei bislang nicht genug nachgedacht worden, so der Co-Parteichef der AfD. Von einer Digitalstrategie könne daher keine Rede sein. Es sei zudem bekannt, dass er zum Internet weder eine sonderlich enge Beziehung habe noch Fachmann dafür sei.

AfD-Arbeitskreis Digitale Agenda

Der Bundestagsabgeordnete Uwe Kamann, Fachpolitischer Sprecher Digitalisierung der AfD-Fraktion und Obmann im Ausschuss Digitale Agenda, widersprach am Montag. „Der AfD-Arbeitskreis Digitale Agenda erarbeitet bereits mit den Fachleuten in der Partei eine Digitalisierungsstrategie für Fraktion und Partei; die Grundzüge der Strategie werden schon im September in der Bundespressekonferenz vorgestellt”, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. Es sei aber ein „Versäumnis der AfD, noch keine Bundes- und Landesfachausschüsse zur Digitalen Agenda eingerichtet zu haben“, so Kamann weiter.

Wie viel Bedarf es zu einer generellen Digital-Strategie gibt, zeigt das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern. Das Land kann nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) zum Testgebiet für die deutsche Wirtschaft werden.

„Wir haben Hochschulen, halbwegs leere Straßen, auf denen man autonomes Fahren testen kann, und Regionen, für die wir Lösungen finden müssen, damit sie nicht abgehängt werden”, sagte IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen im Juni. Er forderte, die Ausstattung der Schulen mit „richtiger Hardware”, um digitale Kompetenzen vermitteln zu können. Das bedeute nicht, dass in Zukunft alles digital sein müsse. „Aber alles, was erfolgreich sein wird, wird digital sein.”

Kommentare (2)

Es wurden Themen rausgesucht, wo bei Gauland wenig Kompetenz zu vermuten ist. Dann tauchen "zufällig" Gestalten mit Schildern auf, die mit vielen Metern Abstand so laut zu hören sind, als wenn sie vor dem Mikro sitzen und werden sogleich ins Bild genommen. Widerliche Staatsfunk-Inszenierung mit unseren Zwangsrundfunksteuern.

Genau, was soll da auch anderes bei rauskommen beim ZDF. Sehen sie die Moderatoren vom Morgenmagazin . Warum geht Herr Gauland da auch hin , das hätte er wissen müssen, das die nur versuchen die AFD und alles was damit zusammenhängt schlecht zu machen bzw als Nazis abzustempeln.