CORONAVIRUS

Am Impfen führt kein Weg vorbei

Unser Kommentator hält die Corona-Schutzimpfung für ein Zeichen der Solidarität: Zwei Tage mit Grippe-Symptomen im Bett sind allemal besser als sechs Wochen auf der Intensivstation.
Da führt kein Weg dran vorbei: Spritzen mit dem Impstoff Janssen von Johnson & Johnson bei einer Impfaktion.
Da führt kein Weg dran vorbei: Spritzen mit dem Impstoff Janssen von Johnson & Johnson bei einer Impfaktion. Gregor Fischer
Neubrandenburg ·

„Bist Du schon geimpft?“ Das ist wohl eine der häufigsten Fragen, die seit Monaten gestellt wird. Ein Ja sorgt bei den Menschen, die Sinn und Nutzen der Corona-Schutzimpfung anerkennen, für Erleichterung. Das Gegenüber ist mehr oder weniger auf der sicheren Seite. Und: Man selbst fühlt sich ebenfalls sicherer. Immer wieder werden aber auch Skepsis und Ablehnung gegenüber der Impfung laut. „Nein, meine Freundin hat danach zwei Tage flach gelegen. Das tue ich mir nicht an“, habe ich gerade gestern wieder als „Argument“ gehört.

Dass die Zahl der Nebenwirkungen gemessen an der Impfzahl vergleichsweise gering ist, steht allerdings lange fest und wird immer wieder auch berichtet. Das Problem: Diese Nachrichten, transportiert über klassische Medien wie Zeitung und Fernsehen, kommen bei vielen Menschen, die eher ominösen Internetkanälen und der Freundin Glauben schenken, nicht mehr an. Hier braucht es dringend wirkungsvollere Kampagnen und medizinische Aufklärung über viele Kanäle.

Ein Zeichen der Solidarität

Die Argumentation für das Impfen im Interesse der eigenen Gesundheit und der Solidarität gegenüber der Gemeinschaft ist denkbar einfach: Zwei Tage mit Grippe-Symptomen im Bett sind allemal besser als sechs Wochen am Beatmungsgerät auf der Intensivstation.

Weiterlesen: 388 Menschen in MV trotz Impfung mit Corona infiziert

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Kommentare (3)

ist es wohl einfacher diese Menschenversuche zu überspringen oder notfalls einen Tunnel zu graben. Diese offenkundige Werbung für Big Pharma ist die eigentliche Krankheit.

Ich selbst halte mein persönliches Risiko einer Infektion sowie einer Erkrankung für ungefähr vergleichbar mit einer Grippe. Ich habe mir bislang noch nie eine Grippeimpfung geben lassen und stattdessen das Risiko einer Grippeinfektion in Kauf genommen. Ich gedenke dies auch bezüglich Corona nicht anders zu handhaben.
Ich sehe auch nicht ein, dass ich mich allein aus fremdnützigen Gründen impfen lassen sollte. Wer das als unsolidarisch anprangert, müsste dies in gleicher Weise den Grippeimpfunwilligen vorwerfen. Das geht für meine Begriffe entschieden zu weit!

Das sind sozialistische feuchte Träume, Gleichschaltung wir angestrebt, Individualität und persönliche Freiheiten sind für die "Gemeinschaft" eine Gefahr. Eine schöne neue Welt soll entstehen... aber nicht mit mir!!!