Kanzlerin zur GroKo

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Angela Merkel will durchregieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will volle vier Jahre regieren.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will volle vier Jahre regieren.
Britta Pedersen

Seit dem Wirbel um die Große Koalition gibt es immer mehr Stimmen, die Kanzlerin Angela Merkel kritisieren. Jetzt äußert sie sich dazu.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach eigenen Worten bei einer Zustimmung der SPD-Mitglieder zu einer Großen Koalition volle vier Jahre im Amt bleiben. „Die vier Jahre sind jetzt das, was ich versprochen habe. Und ich gehöre zu den Menschen, die Versprochenes auch einhalten”, sagte die CDU-Vorsitzende am Sonntag in der ZDF-Sendung „Berlin direkt”. Einen Autoritätsverlust empfinde sie nicht. Kritik an Merkel gab es zuletzt aber reichlich, unter anderem vom CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor aus Vorpommern.

Merkel betonte, sie habe damals vor ihrer Entscheidung für eine neuerliche Kanzlerkandidatur sehr ausführlich mit der CDU darüber gesprochen, ob es richtig sei, noch einmal für vier Jahre anzutreten. „Das ist damals bejaht worden.” Auch sie selbst habe sich sehr genau geprüft. „Ich glaube schon, dass ich sehr reflektierend darüber immer wieder mir das anschaue.” Und deshalb sage sie nun, dass sie vier weitere Jahre im Amt bleiben wolle.

Parteivorsitz abgeben? Merkel sagt Nein

Merkel bekräftigte, das gelte auch für den Parteivorsitz. „Für mich gehören diese beide Ämter in eine Hand, um auch eine stabile Regierung bilden zu können. Dabei bleibt es”, betonte sie.

Die Kanzlerin kündigte zugleich eine personelle Erneuerung in Regierung und Partei an. Jetzt gehe es darum zu zeigen, dass die CDU mit einer neuen Mannschaft antreten könne. Da müsse sie darauf achten, dass nicht nur die Über-60-Jährigen zum Zuge kämen, sondern auch die Jüngeren. Man werde die gesamte Breite der Partei abbilden.

Sie kündigte an, dass die Namen der sechs CDU-Minister bis zum Parteitag am 26. Februar bekannt gegeben werden sollen, bei dem die CDU-Delegierten über den ausgehandelten Koalitionsvertrag entscheiden. Auch nach dem Rückzug von SPD-Chef Martin Schulz bleibe es beim ausgehandelten Ressortverteilungsplan, betonte sie. „Deshalb ist der für mich fix.”

Kommentare (1)

was anderes erwartet? Konrad Adenauer toppen und mit Helmut Kohl gleichziehen. Das ist das Mindeste, was Angela Merkel erreichen will. Früher soll sie bescheiden gewesen sein. Doch die Macht hat auch bei ihr Spuren hinterlassen. Sie verändert den Charakter.