WIEDERVEREINIGUNG

„Aufgeblasene West-Brötchen” Thema im Bundestag

Ein immer wieder gern diskutiertes Ost-West-Thema hat im Bundestag für Lacher gesorgt: Die Qualität von Brötchen in der DDR und in Westdeutschland.
dpa
Brötchen: Am besten frisch, knackig und luftig? (Symbolbild)
Brötchen: Am besten frisch, knackig und luftig? (Symbolbild) Federico Gambarini
Berlin ·

Ein nach der deutschen Wiedervereinigung vor allem in den neuen Bundesländern immer wieder gern diskutiertes Ost-West-Thema hat am Donnerstag im Bundestag für Schmunzeln und einige Lacher gesorgt:

Die Grünen-Abgeordnete und gelernte Bäckerin Monika Lazar aus Sachsen, die sich nach 16 Jahren aus dem Parlament verabschiedete, berichtete in einer Debatte zum Thema Handwerk davon, wie zugezogene Westdeutsche Anfang der 1990er Jahre in der Bäckerei ihrer Eltern bei Leipzig treue Kunden geworden seien. „Weil die die guten DDR-Brötchen zu schätzen wussten, während viele Einheimische die aufgeblasenen West-Brötchen ausprobieren wollten”, da sie für die bekannten Brötchen nicht ihr gutes Westgeld hätten ausgeben wollen.

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Schäuble kann das bestätigen

Später seien die meisten Kunden wieder zurückgekommen. Brötchen-Vorteil Ost – Zustimmung dafür gab es von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU): „Da mein Bruder nach der Wende von Stuttgart nach Leipzig gezogen ist, kann ich Ihnen aus eigener familiärer Kenntnis die Geschichte mit den Brötchen bestätigen”, sagte er.

Hier sehen die Rede von Monika Lazar in voller Länge:

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