TWEET VON MISSION LIFELINE

Aufruf zur Scheinehe mit Flüchtlingen?

Mission Lifeline sorgt mit einem Tweet über Ehen mit Flüchtlingen für Aufsehen. Man könnte sich ja zufällig in jemanden ohne Bleiberecht verlieben, hieß es.
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Die «Lifeline» war im Juni fast eine Woche auf dem Meer blockiert, nachdem sie rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Erst nach der Vereinbarung, dass die Migranten unter EU-Ländern aufgeteilt werden, erlaubte Malta die Einfahrt in einen Hafen. 
Die „Lifeline” war im Juni fast eine Woche auf dem Meer blockiert, nachdem sie rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Erst nach der Vereinbarung, dass die Migranten unter EU-Ländern aufgeteilt werden, erlaubte Malta die Einfahrt in einen Hafen. Annette Schneider-Solis
Berlin.

Die Hilfsorganisation Mission Lifeline, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer rettet, sorgt derzeit mit einem Tweet für Verwirrung. Der Organisation wird vorgeworfen, damit Scheinehen in Deutschland zu bewerben. Der Wortlaut des Tweets: „Ihr seid noch nicht verheiratet? Vielleicht verliebt Ihr Euch zufällig in einen Menschen, der*die hier noch kein Bleiberecht hat. Könnte passieren, oder? Bleibt offen!”

 

 

Der Tweet stieß nicht nur bei zahlreichen Twitter-Nutzern auf Kritik, auch Politiker schalteten sich in die Debatte ein. „Dieser absurde Aufruf zum Eingehen von Scheinehen zeigt überdeutlich, dass diese ‚Seenotretter‘ in Wahrheit eine viel größere Agenda verfolgen. Sie wollen unser Ausländerrecht mit ihrer linken Ideologie hintertreiben und unseren Rechtsstaat an der Nase herumführen”, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor aus Vorpommern der „Bild”. Er sprach auch von ideologischen Schlepper-Helfern.

Der Vize-Chef der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, sagte: „Die Organisation diskreditiert sich mit diesem Quasi-Aufruf zur Scheinehe nicht nur selbst, sondern vor allem auch andere Hilfsorganisationen.“

Mission Lifeline hingegen bestreitet die Vorwürfe zu einem Scheinehe-Aufruf, die zuerst in der „Bild” öffentlich wurden. „Gleich 4 (!) falsche Tatsachenbehauptungen jetzt bei @BILD über http://www.mission-lifeline.de ! Welche*r Medienrechtsanwält*in möchte übernehmen?”, hieß es nun. Es gehe um Liebe, nicht um eine Ehe zu Flüchtlingen sowie um einen Spendenaufruf für die Seenotrettung.

 

 

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