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Neue Geburtsregister

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Babys sind jetzt männlich, weiblich oder divers

Unter der Wahlmöglichkeit "divers" werden alle Menschen zusammengefasst, die sich nicht in weiblich oder männlich einteilen lassen wollen.
Unter der Wahlmöglichkeit „divers” werden alle Menschen zusammengefasst, die sich nicht in weiblich oder männlich einteilen lassen wollen.
Hannes Ackermann

Bei der Geburt eines Kindes ist auch dessen Geschlecht anzugeben. Dazu gibt es jetzt eine dritte Möglichkeit, wie das Bundeskabinett beschlossen hat.

Eltern können nach der Geburt ihres Kindes jetzt drei Möglichkeiten im Geburtenregister angeben, welches Geschlecht der Nachwuchs hat. Weiblich und männlich gab es bisher als Optionen. „Der Gesetzentwurf sieht hier vor, dass der Standesbeamte neben den bereits vorgesehenen Varianten die Angabe „divers“ eintragen kann”, sagte Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Günter Krings am Mittwoch. Der Entwurf wurde vom Bundeskabinett beschlossen.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem vergangenen Jahr. Neben männlich und weiblich muss ein dritter Geschlechtseintrag im Geburtenregister möglich sein. Das Bundesverfassungsgericht setzte dem Gesetzgeber eine Frist bis Ende 2018 für eine verfassungsgemäße Neuregelung. (1BvR 2019/16). " Deshalb war es notwendig, das Gesetz auf einschlägige Regelungen zu beschränken und es nicht mit einer Reform des Transsexuellenrechts zu verknüpfen”, so Krings am Mittwoch.