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Beamte nicht besonders beliebt

Beamte kommen in Sachen Beliebtheit nicht gut bei weg. Dagegen können Ärzte und Erzieher punkten.
Beamte kommen in Sachen Beliebtheit nicht gut bei weg. Dagegen können Ärzte und Erzieher punkten.
Armin Weigel

Die Erwartungen an den Staat sind groß, das zeigt eine aktuelle Umfrage. Doch nicht alle Berufsgruppen sind dabei gleichermaßen beliebt.

Die meisten Bundesbürger wünschen sich laut einer Umfrage einen starken Staat und mehr politische Zentralisierung in Deutschland. Dies zeigt eine Befragung des Instituts Forsa im Auftrag des Beamtenbundes DBB zeigt.

Dass der Bund bei Schulen und Hochschulen zuständig sein sollte, sagen 54 Prozent. Bei Polizei und innerer Sicherheit sind es 53 Prozent. Tatsächlich ist Bildung und Polizei in Deutschland weitgehend Ländersache. Der DBB-Vorsitzende Klaus Dauderstädt führte den Ruf nach mehr Bildungszentralisierung auf den Wunsch nach gleichen Chancen für die Kinder zurück.

Gleichzeitig sagen aber 61 Prozent, dass sich die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern bewährt habe. Fast jeder dritte Deutsche wünscht sich weniger Bundesländer. Zwei von drei wollen hingegen an der Zahl von 16 Ländern festhalten.

Erzieher und Ärzte sind hoch angesehen

Der Anteil der Menschen, die den öffentlichen Dienst zu teuer finden, sank von 58 Prozent 2007 auf nur noch 31 Prozent. Die meisten sind auch für eine einheitliche Beamtenbesoldung. Hierfür sind tatsächlich die Länder zuständig. Feuerwehrleute, Ärzte, Erzieher und Polizisten stehen mit Werten über 80 Prozent an der Spitze der angesehensten Berufe. Beamte erreichen nur 34 Prozent.

AfD-Anhänger haben laut der Umfrage eine besonders schlechte Meinung über vielen Berufe: So haben Journalisten bei 44 Prozent der Bevölkerung insgesamt ein hohes Ansehen, aber nur bei 15 Prozent der AfD-Anhänger. Politiker stehen bei 24 Prozent hoch im Kurs, aber nur bei rund jedem zehnten AfD-Anhänger, Beamte bei 34 Prozent insgesamt und bei 27 Prozent der AfD-Anhänger.