Die Preise für Benzin und Diesel haben im Mai einen neuen Höchststand erreicht.
Die Preise für Benzin und Diesel haben im Mai einen neuen Höchststand erreicht. Sven Hoppe
Preise steigen weiter

Benzin und Diesel so teuer wie lange nicht

Autofahrer müssen in diesen Tagen deutlich tiefer in Tasche greifen, denn die Preise für Benzin und Diesel sind auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren. Und nun beginnt die Urlaubssaison.
Neubrandenburg

Die Benzinpreise in Deutschland sind auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen. Im Mai kostete ein Liter Super E10 im Schnitt 1,483 Euro, 1,7 Cent mehr als im April. Das meldete der ADAC am Dienstag. Auch Diesel wurde teurer: Ein Liter kostete im Schnitt 1,331 Euro, 2,2 Cent mehr. Damit hat der Benzinpreis laut ADAC das höchste Niveau seit Mai 2019 erreicht, der Dieselpreis sogar seit November 2018.

Auch eine Umfrage unter Nordkurier-Lesern zeigt: Benzin und Diesel sind aktuell so teuer wie lange nicht. Auf ein paar Tricks kann man sich aber trotzdem verlassen.

Teuerster Tag sowohl des Monats als auch des bisherigen Jahres war demnach der 30. Mai. Ursache für die hohen Benzinpreise ist laut ADAC der Anstieg der Rohölpreise. In diesem Jahr sind Rohstoffe aller Art deutlich teurer geworden.

20 Cent mehr seit Dezember

Ende Dezember 2020 lagen die Preise laut ADAC für Super E10 bei 1,258 Euro und Diesel bei 1,146. Innerhalb von fünf Monaten ist der Literpreis somit um mehr als 20 Cent bei Super und mehr als 18 Cent beim Diesel gestiegen.

Der ADAC rät Autofahrern, vor dem Tanken Kraftstoffpreise immer zu vergleichen. Bisweilen träten erhebliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten auf. Wer sie clever nutzt, könnte viel Geld sparen. Indirekt sorge das sogar für ein niedrigeres Preisniveau. Laut ADAC ist das Tanken meistens zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten.

Weiterlesen: Total-Tankstelle ist mehr als nur ein Ort zum Tanken

Wo ist Tanken in MV und Brandenburg am billigsten?

Wie sind Ihre Erfahrungen, liebe Leser? Wo war das Tanken zuletzt in Mecklenburg, Vorpommern oder der Uckermark besonders teuer? Wo sind die Geheimtipps für billigen Sprit? Schreiben Sie uns, gerne mit einem Beweisfoto, an [email protected].

Reiseverkehr setzt mit Corona-Lockerungen ein

Die Nachfrage nach Kraftstoff für das Auto könnte hierzulande in kommenden Tagen zudem deutlich steigen, denn der ADAC erwartet am Juni-Wochenende regen Verkehr auf Deutschlands Straßen. In Bayern und Baden-Württemberg sei wegen des Endes der Pfingstferien mit vielen Urlaubsrückkehrern zu rechnen, teilte der Automobilclub in München mit. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland würden zudem viele den regionalen Feiertag Fronleichnam für ein verlängertes Wochenende mit Ausflügen und Kurzurlauben nutzen.

Deshalb sei bereits am Donnerstag mit viel Verkehr auf Autobahnen und Fernstraßen zu rechnen. Dass seit Kurzem Hotels und Ferienwohnungen wieder offen stünden, führe bundesweit zu mehr Reiseverkehr. Staus und dichten Verkehr erwartet der ADAC vor allem auf Zufahrtsstraßen zu Alpen, Mittelgebirgen sowie Nord- und Ostseeküste. Besonders stauanfällig seien zudem die Autobahnen im Umkreis der großen Städte.

Urlauber düfen ab 4. Juni nach MV

Auch Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich nach einem langen Lockdown ab 4. Juni (Freitag) wieder für Urlauber – allerdings in mehreren Schritten und mit Auflagen. Wer vollständig geimpft oder genesen ist, der kann bereits jetzt wieder nach MV kommen. Ab Freitag sind dann Übernachtungen in MV generell wieder erlaubt. Der Tagestourismus soll ab dem 11. Juni wieder zugelassen werden. Vielerorts melden schon jetzt Hotels und Campingplätze einen Ansturm an Buchungen. Die Preise sind entsprechend gestiegen.

Alle Infos für Touristen: Was Urlauber in MV bei den Corona-Tests beachten müssen

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