SYMBOLPOLITIK?

Britta Sellering ätzt gegen niedrigere Tamponsteuer

Viele bluten jeden Monat – und damit auch ihr Portemonnaie. Eine Steuersenkung soll Erleichterung bringen. Die Frau von Ex-Ministerpräsident Erwin Sellering sieht das anders.
Natalie Meinert Natalie Meinert
Britta Sellering (hier mit Ehemann Erwin) kritisiert die zukünftig niedrigere Tamponsteuer.
Britta Sellering (hier mit Ehemann Erwin) kritisiert die zukünftig niedrigere Tamponsteuer. Daniel Reinhardt
Schwerin.

Eine niedrigere Steuer für Tampons und Damenbinden? Auf den ersten Blick eine gute Sache für viele. Für Monatshygiene-Produkte soll künftig nur noch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz verlangt werden. Britta Sellering kritisiert jedoch die Entscheidung des Bundestags am Donnerstag.

Tweet von Sellering über Tamponsteuer mit Kotz-Emoji

Die Ehefrau des ehemaligen Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD), machte in einem Tweet ihrem Ärger Luft.

 

 

„Der Markt wird's schon richten und die Steuersenkung 'einpreisen'. Ergo: Nix wird billiger! Aber fürs Gerechtigkeitsgefühl sooo wichtig!!” Das Ganze verzierte sie mit einem sich erbrechenden Emoji.

Niedrigere Besteuerung bedeutet nicht billigere Preise

Britta Sellering spielt offensichtlich darauf an, dass die Umsatzsteuer zwar von 19 auf 7 Prozent sinken wird. Aber dass die Monatshygiene-Hersteller die Preise einfach anpassen werden, um aus der Steuersenkung Profit zu schlagen.

Der Beschluss wäre also eher symbolisch. Sellering, die im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern arbeitet, wollte auf Anfrage des Nordkurier ihren Tweet nicht kommentieren.

Dem Beschluss des Bundestages muss der Bundesrat noch zustimmen. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz ist für wichtige Güter des täglichen Bedarfs vorgesehen.

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