SPAHNS MANN BÜROLEITER

Burda half Bund bei Masken-Beschaffung im April

Der Medienkonzern Burda hat dem Bund Schutzmasken beschafft. Gesundheitsminister Jens Spahns (CDU) Gatte ist Burda-Büroleiter in Berlin. Doch es soll sich um ein reines Hilfsangebot gehandelt haben.
dpa
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU, rechts) mit seinem Mann Daniel Funke. Das Unternehmen Burda, bei dem Funke arbeitet, hat
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU, rechts) mit seinem Mann Daniel Funke. Das Unternehmen Burda, bei dem Funke arbeitet, hat Masken an den Bund verkauft. CHRISTOF STACHE
Berlin ·

Der Medienkonzern Burda hat dem Bund in der ersten Hochphase der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr beim Beschaffen damals knapper Schutzmasken geholfen. Dem Gesundheitsministerium seien im April 2020 rund 570 000 Masken mit einer Rechnungssumme von 909 451,86 Euro geliefert worden, teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage am Sonntag mit. Zuerst berichtete der „Spiegel” darüber. Die Hilfe habe der Vorstand angeboten. Es seien keine Provisionen an Mitarbeiter der Hubert Burda Media GmbH gezahlt worden.

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Mit Blick auf Daniel Funke, der Büroleiter der Burda-Repräsentanz in Berlin und Ehemann von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist, erklärte das Unternehmen: „Herr Daniel Funke war zu keinem Zeitpunkt über die Transaktion informiert oder involviert.” Das Ministerium teilte auf Anfrage am Sonntag mit: „Der Vertrag mit der Burda GmbH ist nach Angebotseingang nach einem standardisierten Verfahren zu marktüblichen Preisen geschlossen und abgewickelt worden.”

Zu keiner Zeit sei ein Geschäft geplant gewesen

Burda habe die Kosten für die Masken eins zu eins weitergereicht, erklärte der Sprecher. Der Stückpreis habe 1,736 US-Dollar betragen. Der Konzern betonte, dass es sich um ein reines Hilfsangebot gehandelt habe. Zu keiner Zeit sei ein Geschäft geplant gewesen. Ziel sei gewesen, der Gesellschaft und dem Ministerium schnell zu helfen.

Burda habe die Beschaffung angesichts einer Minderheitsbeteiligung an einem Plattformunternehmen in Singapur angeboten. Die Masken seien dem Ministerium am 17. April 2020 in Shanghai übergeben worden, das dann einen Lufttransport nach Deutschland organisiert habe.

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Kommentare (2)

Die Mätressenwirtschaft absolutistischer Herrscher wirkt dagegen volksnah und weniger verkommen.

Die selben Masken die Spahn im Nachgang in Europa verteilte, weil deren MhD ablief?
Oder kommt nach Schal, Op-Maske und Ffp2-Masken jetzt die noch sicherere burdaische Super-Illu-Maske?
Hergestellt aus alten Hausfrauenmagazinen.