KANZLERKANDIDATUR

CDU-Vorstand spricht sich für Laschet aus

Nach langem und vor allem zähen Ringen hat sich in der Nacht von Montag auf Dienstag das CDU-Präsidium auf Armin Laschet geeinigt. Ist das jetzt das endgültige Ergebnis?
dpa
Das CDU-Präsidium hat sich für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Wird CSU-Chef Markus Söder da
Das CDU-Präsidium hat sich für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Wird CSU-Chef Markus Söder das Ergebnis akzeptieren? Michael Kappeler
Berlin ·

Im Machtkampf mit CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur hat sich der CDU-Vorstand erneut mit klarer Mehrheit hinter den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet gestellt. In einer digitalen Sondersitzung der CDU-Spitze votierten am Montagabend nach Angaben eines CDU-Sprechers von 46 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl 31 für eine Kandidatur Laschets. 9 stimmten für Söder, 6 enthielten sich. Laut CDU-Angaben entspricht das einer Zustimmung von 77,5 Prozent für Laschet und von 22,5 Prozent für Söder. Wie die ARD berichtete, würden Enthaltungen allerdings nicht ins Endergebnis einfließen, womit die Zustimmung für Laschet bei 67,4 Prozent läge.

Söder und CSU wollen Entscheidung respektieren

Söder hatte die Entscheidung am Montag in die Hand der Schwesterpartei gelegt. Die CDU entscheide jetzt „souverän”, sagte er in München nach einer CSU-Präsidiumssitzung. „Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung.” Demnach müsste die Kanzlerkandidatur in der Union jetzt entschieden sein.

In der Sondersitzung des CDU-Bundesvorstands am Abend prallten Unterstützer von Laschet und von Söder aufeinander – mit offenem Ausgang. Laschet bekräftigte zum Auftakt des Online-Sondertreffens seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur. „Es geht um die besten Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen. Und ich bin bereit, für uns die Kandidatur zu übernehmen”, sagte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir sind heute in der Verantwortung, ein Zeichen zu setzen, wo der Wahlkampf hingeht.”

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Kommentare (6)

so unehrlich und manipuliert kann Politik sein - dann wundert ihr euch noch über alle Möglichen oppositionelle Strömungen -

so unehrlich und manipuliert kann Politik sein - dann wundert ihr euch noch über alle Möglichen oppositionelle Strömungen -

Widerlicher Mansch. Nicht besser wie all seine Vorgänger der CDU.

WAs soll Deutschland mit diesem Nasenbär? Diese Person ist nicht mal als Büttenredner im Karneval zu gebrauchen, so schleimig wie er sich gibt. Merkel reichte uns schon und nun nun deise weitere politische Entgleisung. Den Spott hat er jetzt schon.

Ihr Torfköppe! Gewinnt erst mal die Wahl, bevor ihr an die Kanzlerschaft denkt!

Warum die Parteispitze gegen Fraktion und Landesverbände stimmt, wird ihr Geheimnis bleiben. Letztlich scheint es egal zu sein, die Zertrümmerung der Union nach der unselig, langen Merkelkanzlerschaft ist folgerichtig. Und Merkels erneute Kandidatur ist noch nicht ausgeschlossen, der dann als Kompromiss dahergeschlendert kommt.