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„Jeder würde es besser machen”

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Christian Lindner sehnt Merkels Abgang herbei

Ein Foto aus besseren Zeiten: Christian Lindner (FDP) und Angela Merkel (CDU) bei den später geplatzten Verhandlungen zur Jamaika-Koalition.
Ein Foto aus besseren Zeiten: Christian Lindner (FDP) und Angela Merkel (CDU) bei den später geplatzten Verhandlungen zur Jamaika-Koalition.
Michael Kappeler

Der FDP-Vorsitzende hat seine Kritik an der Bundeskanzlerin verschärft und ihr akute Amtsmüdigkeit vorgeworfen. Auch gegen Ex-SPD-Chef Martin Schulz teilte Lindner aus.

Der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner, hofft auf ein baldiges Ende der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU). Der 39-jährige sagte in einem am Freitag erschienenen Interview mit Zeit online: „Wie die Geschichte die Amtszeit von Frau Merkel einordnen wird, weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl, sie dauert zu lange.” Er verglich Merkels Kanzlerschaft in dieser Hinsicht mit denen von Konrad Adenauer und Helmut Kohl.

Auf die Frage angesprochen, wer in der CDU sein Hoffnungsträger sei, antwortete er: „Jeder andere Spitzenkandidat (...) würde es besser machen.” Merkel traue sich nicht, „mutig und radikal zu denken.”

Auch gegen andere Spitzenpolitiker teilte Lindner kräftig aus: Martin Schulz (SPD) und Johannes Kahrs (SPD) hätten mit ihren jüngsten Wortbeiträgen im Bundestag gegen die AfD, die von vielen gefeiert wurden, dem Ziel, die AfD-Wähler für die demokratischen Parteien zu gewinnen „einen Bärendienst erwiesen”. Ihre Wortbeiträge seien „sprachlich unpräzise” gewesen und „im Niveau der Auseinandersetzung plötzlich der AfD gefolgt”.

Über die Politik der großen Koalition sagte Lindner, die handelnden Akteure nähmen sich „die fachlichen Einschätzung ihrer Behröden nicht hinreichend ernst”. Das gelte nicht nur für die Sicherheitsbehörden, sondern auch für die Energiepolitik oder den klimaschutz: „Die Regierung hat sich in bestimmten Fragen festgefahren und geht sie gesinnungsethisch an.” Für den Fall eines Scheiterns der Koalition fordert Lindner Neuwahlen: „Sollte die Koalition wider Erwarten zerbrechen, müssen die Wähler das Wort erhalten.”

Kommentare (1)

die Dame ist überfällig - ihr Haltbarkeitsdatum abgelaufen - im Kopf ein xxxxx - im Herzen ein xxxxx - für D nicht passend - man sieht was dabei herauskommt - der Wähler hat aus der Vergangenheit nicht gelernt!!!