Dienstfahrzeug

Das ist der neue Panzerwagen von Kanzler Scholz

Bundeskanzler Olaf Scholz wird seine Dienstfahrten zukünftig in einer rollenden Festung antreten. Tatsächlich sieht das Auto nur von außen wie ein gewöhnlicher Mercedes aus.
Mit diesem gepanzerten Mercedes wird Kanzler Olaf Scholz zukünftig seine Dienstreisen antreten.
Mit diesem gepanzerten Mercedes wird Kanzler Olaf Scholz zukünftig seine Dienstreisen antreten. Daimler AG
Ende November war Olaf Scholz als Kanzlerkandidat ebenfalls in einer gepanzerten S-Klasse unterwegs.
Ende November war Olaf Scholz als Kanzlerkandidat ebenfalls in einer gepanzerten S-Klasse unterwegs. Michael Kappeler
Berlin

Angela Merkel (CDU) ließ sich als Regierungschefin in einem Audi chauffieren, Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) fuhr VW. Und der neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)? Der hat sich für ein Dienstfahrzeug aus dem Hause Mercedes entschieden: und zwar für den Panzerwagen des Typs S680 Guard. Das Auto ist 4.200 Kilogramm schwer und kostet mehr als eine halbe Million Euro. Von außen soll dem Fahrzeug natürlich nicht anzusehen sein, dass es sich um eine schier uneinnehmbare Festung handelt. Deshalb wurde hier eine Mercedes S-Klasse auf eine komplett geschützte Sicherheitszelle montiert.

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Im Kern besteht die Karosserie aus einem Spezialstahl, die Fensterscheiben sind armdick, so dass Personen im Inneren des Autos auch vor Schüssen und Explosionen geschützt sind. Der Wagen ist auf Spezialrädern unterwegs, die ihm eine Weiterfahrt auch mit zerstörten Reifen erlauben. Zudem ist die rollende Festung mit einem automatischen Brandschutzsystem ausgestattet, das Feuer unter oder um das Fahrzeug löschen kann. Für den Fall eines Giftgasangriffs sorgt ein Frischluft-Überdrucktank für eine kontinuierliche Sauerstoffzufuhr.

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Doch auch komfortabel muss es zugehen: Der Wagen besitzt mehrere Monitore und alle nötigen Kommunikations- und Informationssysteme, die Ledersitze können für das Nickerchen zwischendurch zu Liegen ausgefahren werden. Selbst fahren darf der Kanzler das Auto hingegen nicht. Erstens bräuchte er dafür einen zusätzlichen Führerschein und zweitens verbieten Sicherheitsgründe, dass der Regierungschef hier selbst die Hand ans Steuer legt. Standardmäßig hat Mercedes deswegen den Platz hinten rechts für Staatsoberhäupter reserviert.

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