Nichts mehr essen, bis die Politiker mit ihnen reden – das sind die Forderungen des Hungerstreiks der „letzten Gen
Nichts mehr essen, bis die Politiker mit ihnen reden – das sind die Forderungen des Hungerstreiks der „letzten Generation.” Auf ihren Pressefotos schauen sie ernst, traurig und ausgemergelt in die Kameras. Carsten Witte
Auch die beiden Greifswalder Henning Jeschke (links) und Rumen Grabow befinden sich in Berlin im Hungerstreik. Henning Jeschke
Auch die beiden Greifswalder Henning Jeschke (links) und Rumen Grabow befinden sich in Berlin im Hungerstreik. Henning Jeschke kündigte bereits an in Zukunft auch nicht mehr trinken zu wollen, wenn die Politiker ihren Forderungen nicht nachgeben. Carsten Witte
Kommentar

Der Hungerstreik ist kindische Erpressung

Nordkurier-Reporter Henning Stallmeyer meint, die Hungerstreikenden in Berlin gleichen eher wütenden Kleinkindern als ernsthaften Klimaschützern.
Greifswald

21 Tage lang nichts gegessen – ansonsten haben die Klimaaktivisten in Berlin aber ziemlich viel getan. Geschmollt zum Beispiel, wenn ein Politiker nicht auf ihre Zwischenrufe bei Wahlkampfveranstaltungen reagiert hat und traurig in die Kamera geschaut haben sie auch als Teil ihrer Selbstinszenierung in den sozialen Medien als Märtyrer für einen CO2-neutralen Planeten.

Mehr lesen: Hungerstreik: Greifswalder Klimaaktivist will auch auf Wasser verzichten

In Interviews geben sie sich sachlich und erwachsen, doch ihr Tun sagt das Gegenteil. Mahatma Gandhi forderte mit seinem Hungerstreik die Menschenrechte ein. Die Berliner Aktivisten wollen ein Gespräch mit Deutschlands nächstem Kanzler erzwingen. Das klingt nicht nach Heldentum, sondern nach kindischer Erpressung. Ich esse nichts mehr, bis ihr aufhört, mich zu ignorieren und mir versprecht, die Erde zu retten – da stellt man sich ein wütendes Kind vor, dass kein Eis bekommen hat.

Hungerstreik kann mit Tod enden

Ein Hungerstreik ist nichts anderes, als würden sie sich auf das Brandenburger Tor stellen und damit drohen, runterzuspringen, wenn die Politiker nicht auf ihre Forderungen eingehen. Denn früher oder später endet ein Hungerstreik mit dem Tod, wenn niemand einschreitet und die Aktion gewaltsam abbricht. Besonders, wenn ein besonders laut schreiender Klimaschützer jetzt auch noch auf Wasser verzichten will.

Lesen Sie auch: Hungerstreik: So ticken die beiden Greifswalder Hungerstreiker

Mit ihrem Verhalten schaden die Schreihälse nur all jenen Klimaschützern, die ihr Anliegen wirklich in praktische Politik umsetzen wollen. Denn die haben die Nase von den Hungerstreikenden gehörig voll. Denn die sogenannten Aktivisten verhöhnen bloß mit ihren kindischen Forderungen die sinnvollen Umwelt-Aktionen. Die Politiker täten gut daran dem nach Eis schreienden Kind zuzuhören. Erpressen lassen und ihm das Eis kaufen, sollten sie aber nicht.

Das könnte Sie auch interessieren: Hungerstreik in Berlin: Andacht für Greifswalder im Klima-Hungerstreik

zur Homepage