STROMNETZ ÜBERLASTET

Deutschland drohte im Juni mehrfach der Blackout

Stromausfälle hätten die Folge sein können, wenn nicht Strom aus dem Ausland ausgeholfen hätte. Wie jetzt bekannt wurde, ist das deutsche Stromnetz im Juni mehrfach überlastet gewesen.
dpa
Im Juni gab es mehrfach Probleme mit dem deutschen Stromnetz.
Im Juni gab es mehrfach Probleme mit dem deutschen Stromnetz. Daniel Reinhardt
Essen.

Das deutsche Stromnetz ist an mehreren Tagen im Juni überlastet gewesen, weil weniger Strom produziert wurde als benötigt. „Die Lage war sehr angespannt und konnte nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden“, teilten die Übertragungsnetzbetreiber am Dienstag mit. Die Gründe für das starke Ungleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch seien noch nicht geklärt. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Unvorhergesehene Leistungsschwankungen im Stromnetz sind nach Angaben der Bundesnetzagentur nicht ungewöhnlich. Um sie ausgleichen zu können, setzen die Übertragungsnetzbetreiber die für den Notfall bereitgehaltene Regelenergie ein. Am 6., 12. und 25. Juni habe der Bedarf an dieser Regelenergie im Schnitt 6 Gigawatt betragen, teilten die Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Herz und TransnetBW mit. Das sei doppelt so viel gewesen, wie vertraglich bereitgestanden habe.

Die Netzbetreiber mussten deshalb zusätzliche Stromlieferungen an der Strombörse und im Ausland beschaffen sowie auf Angebote von Unternehmen zurückgreifen, ihren Stromverbrauch gegen Bezahlung abzuschalten. Dabei seien an der Strombörse zeitweise Preise von 17 Millionen pro Megawattstunde gehandelt worden - normalerweise betrage der Preis einige tausend Euro, hieß es bei "Spiegel Online". Als Konsequenz aus den Engpässen haben die Netzbetreiber inzwischen die ausgeschriebene Menge der sogenannten Minutenreserve zur Netzstabilisierung verdoppelt.

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Kommentare (1)

Deutschland wird mit seinen "erneuerbare Energien Abenteuer" noch ganz Europa in ein langanhaltenden Black Out stürzen. Wir haben mit den vielen Wind- und Solarkraftanlagen nicht nur eine hohes Gefahrenpotential geschaffen, sonder dadurch, dass wir kein einziges Kraftwerk mehr haben, welches man kaltstarten kann, auch noch jede Chancen ein größeren Stromausfall schnell zu beenden. Wer da nicht ein bisschen Krisenvorsorge betreibt, ist selber schuld. Achja, die 17 Millionen Kosten für eine Megawattstunde, finden wir alle auf unserer Stromrechnung wieder.