Karl Lauterbach, Bundestagsabgeordneter und Gesundheitsexperte der SPD
Karl Lauterbach, Bundestagsabgeordneter und Gesundheitsexperte der SPD Kay Nietfeld
Maßnahmen wie bei Corona

Droht uns 2021 auch der Klima-Lockdown?

In einem Ausblick auf das kommende Jahr stellt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach beunruhigende Überlegungen an.
Berlin

In einer Bilanz zum Jahresende kommt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu dem Schluss, dass neben strikten Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie im Jahr 2021 auch solche zur Eindämmung des Klimawandels nötig seien.

„Mich persönlich haben die Erfahrungen mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie bisher leider extrem pessimistisch gestimmt, ob es uns gelingen wird, den Klimawandel rechtzeitig erfolgreich zu bewältigen“, schreibt Lauterbach am Sonntag bei welt.de. Da die Menschen die Situation nicht ernst genug nähmen, habe er nicht den Eindruck, dass es ohne eine Impfung gelungen wäre, das Corona-Virus weltweit zu besiegen.

"Einschränkungen in der persönlichen Freiheit"

Mal davon abgesehen, dass Lauterbach hier – wohl eher ungewollt – vorschnell das Ende der Pandemie verkündet, kommt er wenige Sätze später zu einer beunruhigenden Conclusio. Da es niemals eine Impfung gegen CO2 geben werde, „benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind“, so Lauterbach.

Plant die SPD, wenige Stunden nachdem in Deutschland die ersten Patienten gegen Corona geimpft wurden, hier bereits den nächsten – den Klima-Lockdown? Lauterbach schreibt bei welt.de: „Im Herbst kommen wir in den Bundestagswahlkampf. Ich hoffe, dass der Klimawandel in allen Wahlprogrammen der demokratischen Parteien eine dominierende Rolle spielen wird.“ Das Thema ist also wieder im Visier.

Will die SPD weiter mit Bürgerrechten hantieren?

Und eignet sich hervorragend, um mit neuen oder fortgesetzten Einschränkungen von Bürgerrechten zu hantieren. Wer es im Corona-Jahr verdrängt hat – Klima-Aktivisten halten so ziemlich alles für eine akute Gefahr für den Planeten: Fliegen, Fleischessen, Autofahren und sogar die Geburt von Kindern. Welche „Maßnahmen zur Einschränkung der persönlichen Freiheit” da auf uns zukommen könnten, kann man sich vorstellen.

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SPD-Mann Lauterbach gehört beim Corona-Thema zu den Maßnahmen-Hardlinern im Bundestag. Dass ihm Bürger, die sich nicht nur um das Virus, sondern auch um Grund- und Freiheitsrechte sorgen, scheinbar eher lästig sind, kommunizierte er vor wenigen Wochen unmissverständlich auf Twitter. Über friedliche Demonstranten vor seinem Bundestagsbüro schrieb er: „Diese Leute vor meinem Fenster werden mir heute nicht die gute Stimmung in Anbetracht der Erfolge beim Impfstoff verderben.“ Er werde gleich auf seinem Balkon darauf anstoßen.

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