PROZESS AM AMTSGERICHT

Drosten-Gutachten zum PCR-Test lässt Fragen offen

Endlich hat er Zeit gefunden, sich darum zu kümmern: Prof. Christian Drosten hat das von ihm geforderte Gutachten zum PCR-Test am Amtsgericht Heidelberg eingereicht. Wohl noch nicht das Ende vom Lied.
Rechtsanwältin Beate Bahner forderte Prof. Christian Drosten als Gutachter in einem Bußgeldverfahren an.
Rechtsanwältin Beate Bahner forderte Prof. Christian Drosten als Gutachter in einem Bußgeldverfahren an.
Heidelberg ·

Die wichtigste Frage im Verfahren – ob der PCR-Test geeignet sei, eine akute Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes nachzuweisen – ist aus Sicht von Rechtsanwältin Beate Bahner mit dem Gutachten, auf das Beobachter der Kontroverse seit Monaten gespannt gewartet haben, noch immer nicht beantwortet. Bahner zum Nordkurier: „Professor Drosten hat sich in seinem Gutachten nur mit dem Nachweis zurückliegender Infektionen beschäftigt. Dass der PCR-Test das kann, ist unbestritten. Es geht im Infektionsschutzgesetz und damit in dem Verfahren allerdings um den eindeutigen Nachweis akuter ansteckender Infektionen. Die Frage ist, ob der PCR-Test die Ansteckungsgefahr zweifelsfrei belegen kann. Hierzu äußert sich Professor Drosten aber leider nicht.” Die Anwältin hat nun ein Ergänzungsgutachten beantragt.

So fing es an: Gericht stimmt zu – Anwältin fordert Drosten als Gutachter an

Langes Warten auf kurzes Gutachten

Bahner hatte Drosten als Sachverständigen für ein eigentlich marginales Verfahren am Amtsgericht Heidelberg angefordert, der zuständige Richter war ihrem Vorschlag gefolgt. Der Fall: Bahners Mandantin soll ein Bußgeld zahlen, weil sie sich weigerte, zum Abschluss einer Reisequarantäne einen PCR-Test zu machen. Die bekannte Anwältin argumentiert, dass der PCR-Test nicht geeignet sei, eine akute ansteckende Infektion nachzuweisen, weil er aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit selbst bei winzigsten Viruspartikeln – die keine Erkrankung im Körper auslösen – regelmäßig falsch-positive Ergebnisse anzeigt.

Dass eine als maßnahmenkritisch bekannte Anwältin den Chefvirologen und Regierungsberater Drosten als Sachverständigen quasi herausfordert, war im Februar bekannt geworden und hatte für Aufsehen gesorgt. Drosten äußerte sich nicht dazu, auch das lange Warten auf seine Antwort habe nichts zu sagen, hieß es zwischenzeitlich von der Charité. Das Zeitbudget des Professors sei einfach knapp bemessen.

Mehr lesen: Gutachten zu PCR-Test – Drosten lässt Gericht schmoren 

Monate später liegt sein Gutachten zur Thematik endlich vor. Auf vier Seiten führt Prof. Drosten aus, was der PCR-Test alles kann und wie er genau funktioniert.

Drosten: „Insofern lässt sich klar bestätigen...”

Zusammenfassend heißt es: „Unter ordnungsgemäßer Anwendung und Einhaltung aller fachlichen Vorgaben nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft und Technik kommt ein positiver, entsprechend entwickelter PCR-Test auf ein bestimmtes Virus (etwa SARS-CoV2) bei der Anwendung am Menschen dann vor, wenn Genmaterial des betreffenden Virus (etwa von SARS-CoV2) vorliegt. Eine nachweisbare Menge von Genmaterial des Virus (etwa von SARS-CoV2) liegt ausschließlich nach Eindringen des Virus in Körperzellen mit Virusvermehrung vor.

Insofern lässt sich im Falle von SARS-CoV2 klar bestätigen, dass ein ordnungsgemäß durchgeführter PCR-Test die Aufnahme des Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus nachweist.“

Bahner: „Hierauf kommt es in der Coronakrise nicht an.“

Für Rechtsanwältin Bahner ist der Knackpunkt damit nicht geklärt. Sie teilte dem Vorsitzenden Richter mit, dass Sie keine Veranlassung sieht, den Einspruch gegen das Bußgeld aufgrund des nun vorliegenden Gutachtens zurückzunehmen. Bei Gericht reichte sie weitere Fragen an Prof. Drosten mit der Bitte um ein Ergänzungsgutachten ein. In Bahners Begründung heißt es unter anderem: „Der Sachverständige legt in seinem Gutachten auf Seite 3 dar, dass der Nachweis von Virus-Genabschnitten in der PCR eine Mindestmenge von Virusmaterial auf der Schleimhaut voraussetzt, die (unter natürlichen Umständen) nur im Rahmen einer `vorangegangenen` Infektion mit aktiver Vermehrung des Virus auftritt.

Der PCR-Test ist ein nobelpreisgekröntes Diagnostikinstrument, welches kleinste DNA- und RNA-Schnipsel detektiert – und zwar noch Jahre und Jahrzehnte später. Hierauf kommt es in der Coronakrise nicht an. Es kommt nicht darauf an, ob jemand vor 6 Monaten oder vor 6 Jahren mit Corona oder einem Grippevirus infiziert war. Es kommt einzig und allein darauf an, ob die getestete Person akut infiziert ist. Die `Aktualität` und `Akutheit` schreibt §7 IfSG auch ausdrücklich vor. [...]“

Die Debatte um die Eignung des PCR-Tests als wichtigstes Diagnose-Tool im Pandemie-Management geht also vermutlich in die zweite Runde.

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Kommentare (17)

die durchgeknallte Bahner ist n Fall für die Psychatrie. Wer im Wahn Polizisten angreift hat in der freien Wildbahn nichts verloren.
und das Blondchen aufm Bild oben, ist ne Beleidigung der menschlichen Intelligenz.

Genauso wie gackernde Enten und schnatternde Hühner, wie themydingspumps! 😂🤦🏻

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

An den Betreuer von spackerious:
Bitte lesen Sie es Ihrem Klienten vor und versuchen es zu erklären.
Verstehen wird es es sowieso nicht aber Sie haben es versucht.

biste wieder im Drogenwahn?

Ihre ständigen schwachsinnigen und hastriefenden Ergüsse sind ungenießbar. Leider stellen Sie sich mit diesem geistigen Niveau außerhalb jeglicher Möglichkeit einer sinnvollen Diskussion. Deshalb dieser unhöfliche Tipp: Klappe halten und aud dem Forum verschwinden.

Schamann die Coronabeauftragte der Querulantendenker. Was macht die Frau eigentlich sobald Corona nicht mehr Thema ist?

Den Emotionalen Block mit Frau Marsal bedienen

ist Ihnen und Ihresgleichen (mysteriös usw.) noch nie etwas eingefallen.
Waren nicht Sie es, der angeblich gegen „Hetze“ ist?
Es gibt nicht einen einzigen sachlichen Kommentar von Ihnen. Ermüdend.....

ist nicht zu helfen. Schaum vorm Mund ist das Einzige, was sie schaffen.

wie wenig Interesse an der Aussagekraft des PCR-Tests besteht, der weltweit Grundlage für alle Maßnahmen ist. Sowohl der ursprüngliche Erfinder des PCR-Tests Mullis als auch Drosten selbst (2014, veröffentlicht in der Wirtschaftswoche, im Zusammenhang mit Mers) stellten fest, dass PCR-Tests kein geeignetes Mittel der Diagnose sind.
Zum Glück gibt es Menschen, die nicht locker lassen wie Frau Bahner. Und zum Glück gibt es Menschen, die darüber berichten wie Frau Schamann.

warum die üblichen geifernden Typen hier wieder am Werk sind? Verstehen können sie diese Thematik nicht, interessieren tut sie sie auch nicht, aber Dreck schmeißen, das geht immer.

Mysthaken und nille5 wieder in ihrem Element.Alles beschimpfen und beleidigen,was nicht in ihre kranke Welt passt. Der Abschaum der Gesellschaft,die beiden Heuchler. Widerliches Pack!

Wer sich weniger für alternative Realitäten und mehr für Fakten interessiert, findet beim Volksverpetzer einen der Realität angemessenen Beitrag zum Thema.
@Nordkurier: Alleine schon die Auswahl der Bilder der Protagonisten: Einfach mal mit der Realität abgleichen.
Der Deutsche Presserat wird diesen Artikel sowie andere der Autorin sicher zur Kenntnis nehmen.

Da ist ja noch einer aus dem Loch gekrochen. Mal nur die wirklich ernsthafte Frage: Warum lesen Sie dann den NK? Oder lesen Sie ihn gar nicht und schreiben einfach drauf los?
Möchte ich gerne beantwortet haben. Danke schon mal.

die Bemerkung zum Deutschen Presserat? Aufruf zu Zensur?

Ein Ruf nach Hilfe...

alles klar. Für mich keine seriöse Quelle, sondern Hetzerei mit penetranter Genderrei.
Ansonsten: Herr Drosten widerspricht sich gerne selbst.

Frau Bahner hat nämlich völlig recht.
5 Minuten Recherche hätten genügt, so einige ÖR-genießende Anhänger auf den Pott zu setzen!
Aber scheinbar ist die Mehrheit der Deutschen zu dumm oder zu faul, selbst zu recherchieren, zumal das Internet ja nichts vergisst!
Es war der Betrüger (das muss mal gesagt werden) dem fast ganz Deutschland hinterherläuft, der schon 2010 mit seinem Statement zur Vogelgrippe total daneben lag und wegen seiner dringenden Impfempfehlung 700 Patienten schwerst krank wurden (Narkolepsie)
2014 noch verurteilte er selbst die Spinner, die in heller Pandemie-Panik durch Saudi-Arabien sausten,mit folgenden Worten:
"„Was zunächst interessiert, sind die echten Fälle. Ob symptomlose oder mild infizierte Krankenhausmitarbeiter wirklich Virusträger sind, halte ich für fraglich. Noch fraglicher ist, ob sie das Virus an andere weitergeben können."
Als ob das nicht genug wäre, setzte er noch einen obendrauf:
Zu eben jenem PCR-Test:
„Die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül des Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgendetwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein MERS-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären.“
Die Geschichte wiederholte sich und Drosten griff trotzdem nicht ein.
Weitere Bemerkung:
„Mit PCR, wenn man es gut macht, kann man ziemlich alles in jedem finden.… PCR kann nicht missbraucht werden, seine Ergebnisse allerdings schon." Wer hat`s gesagt?
Kary Mullies - der Erfinder des PCR-Tests, der dafür den Nobelpreis bekam...
Der übrigens eine Testung (R-Test) mit über 25er Vervielfältigung ausschloß (deutsche Labore gingen bis zu 45), denn so bedeuten 20 Verdopplungszyklen, dass man eine Verstärkung von einer Million eingeschaltet hat. Aus einem Schnipsel wurden so eine Million! Bei 30 Zyklen hat man schon eine Milliarde! Bei 40 eine Billion und so weiter!
Kary Mullies sagte hierzu: „Wenn ich den CT-Wert stark erhöhe, kann ich in jeder Person alles (also beliebige Genschnipsel) nachweisen.“
Tatsächlich sollten sich etliche Kommentatoren VORHER erkundigen, bevor sie unbelegbares Kokolores schreiben.
Insoweit muss ich den Nordkurier loben! Er ist tatsächlich eine der wenigen Publikationen, der nach Faktenlage schreibt, bzw. berichtet (und nichts "dazumischt").
Alleine der Graus der Kinderimpfung!
Unter den (angeblich an oder mit) 86.000 Coronaverstorbenen befanden sich 12 (i.W. zwölf) Kinder bis 9 Jahre - weshalb man 13,5 Mio. Kinder drangsalieren muss!
Eine saubere Berichterstattung sieht anders aus!