BREXIT

EU-Kommission erlaubt Millionen-Hilfe für deutsche Fischer

Etliche Fischerei-Unternehmen in Deutschland haben finanzielle Einbußen seit dem Brexit. Nun wird ihnen geholfen.
dpa
Ein Herings-Fischer fährt mit vollen Stellnetzen über den Greifswalder-Bodden zurück zum Hafen in Greifswald-Wi
Ein Herings-Fischer fährt mit vollen Stellnetzen über den Greifswalder-Bodden zurück zum Hafen in Greifswald-Wiek. Deutschen Fischern bekommen nach dem Brexit jetzt finanzielle Unterstützung. Christian Charisius
Brüssel ·

Deutschland darf vom Brexit betroffene Fischereiunternehmen mit fünf Millionen Euro unterstützen. Von der Maßnahme sollen Unternehmen profitieren, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2021 mindestens 30 Prozent ihres Einkommens aufgrund des Handelsabkommens zwischen der EU und Großbritannien eingebüßt haben, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Die Einbußen sollen anhand des durchschnittlichen Einkommens im gleichen Zeitraum der Jahre 2018 bis 2020 berechnet werden.

Die Entschädigungen werden den Angaben zufolge als Zuschüsse ausgezahlt und anhand der Schiffsgrößen berechnet. Dabei sollten Kompensationen aus anderen Quellen abgezogen werden. Die Beihilfe wird zunächst aus dem Bundeshaushalt finanziert, könnte aber später von einem Fünf-Milliarden-Fonds der EU übernommen werden, der Brexit-Folgen abfedern soll. Ob die Maßnahme dafür qualifiziert sei, stehe noch nicht fest, teilte die Kommission mit.

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