NÄCHSTE OSTSEE-PIPELINE

EU zahlt 215 Millionen Euro an Nord-Stream-Konkurrenz

Dänemark und Polen treiben ein eigens Pipeline-Projekt durch die Ostsee voran. Brüssel stellt für die Erdgasleitung einen saftigen Zuschuss bereit.
Lutz Reuter Lutz Reuter
Das neue Baltic Pipe Projekt (grün gestrichelte Linie) stellt eine Alternative zu Nord Stream (rote Linie) und Nord Stream 2 (blau gestrichelte Linie) dar.
Das neue Baltic Pipe Projekt (grün gestrichelte Linie) stellt eine Alternative zu Nord Stream (rote Linie) und Nord Stream 2 (blau gestrichelte Linie) dar. Stefan Sauer/ Grafik:NK
Brüssel.

Das Projekt „Baltic Pipe” soll künftig Erdgas aus norwegischen Quellen über Dänemark nach Polen liefern. Ein üppiger Fördermittel-Bescheid aus Brüssel „unterstreicht die Bedeutung des Projekts für den Aufbau des europäischen Gasmarktes und die Stärkung der Versorgungssicherheit in der Region”, heißt es dazu auf der Internetseite der Projektverantwortlichen.

Die am Montag in Brüssel unterzeichnete Vereinbarung gewährt einen EU-Zuschuss in Höhe von 214,9 Millionen Euro „für Arbeiten für das Baltic-Pipe-Projekt, das Polen und Dänemark mit Norwegen verbindet” heißt es in einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission.

Hinter dem Projekt stehen der dänische Gas- und Strom-Netzbetreiber Energinet und der polnische Gas-Netzbetreiber Gaz-System. Ab 1. Oktober 2022 soll die Leitung, die den Verlauf von Nord Stream 2 in der Ostsee kreuzen wird, in Betrieb genommen werden.

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