„STATISTISCH VERBRÄMTE PROPAGANDA”

Experten zerpflücken Studie über Querdenken-Demos

Große Querdenken-Demos sollen Superspreader-Events gewesen sein, wollen zwei Wissenschaftler herausgefunden haben. Experten zweifeln das Ergebnis an und diagnostizieren politisch motivierte Zahlenschieberei.
Bei der Querdenken-Demo am 1. August 2020 in Berlin wurden von der Polizei 30.000 Teilnehmer gezählt.
Bei der Querdenken-Demo am 1. August 2020 in Berlin wurden von der Polizei 30.000 Teilnehmer gezählt. Christoph Soeder
Mannheim ·

Die wissenschaftliche Arbeit ist ein gefundenes Fressen für alle, die Querdenker am liebsten stummschalten möchten. Zwei Wissenschaftler des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Berliner Humboldt-Uni präsentieren eine Studie zu den großen Querdenken-Demos in Berlin und Leipzig und kommen zu dem Ergebnis: Durch die Veranstaltungen haben im Vorjahr 16.000 bis 21.000 Mehr-Infektionen stattgefunden. Querdenker, die in dem Papier durchgehend als „Covid-Leugner“ bezeichnet werden, hätten damit zur starken Ausbreitung des Virus definitiv beigetragen.

Traumhafte Zusammenhänge für Querdenken-Gegner

Querdenker-Aufmärsche als gefährliche Superspreader-Events: Das Fazit der Wissenschaftler besagt exakt das, was erbitterte Kritiker der Bewegung immer wieder behauptet, bislang aber nicht bewiesen haben. Zudem wird in dem Papier der Anschein erweckt, es gebe eine belastbare Relation zwischen dem Anteil an AfD-Wählern, der Anzahl der Menschen die zu Großdemos fuhren, Impfverweigerern und erhöhten Inzidenzen in den untersuchten Regionen.

Mehr lesen: Ruft hier ein Querdenken-Anwalt zum Umsturz auf?

Für viele Kritiker der Bewegung geradezu traumhafte Zusammenhänge – aus Sicht anderer Wissenschaftler in weiten Teilen eher hanebüchener Quatsch. „Auf jeden Fall grober Unfug sind die 21.000 Mehrinfektionen“, sagt Statistik-Professor Walter Krämer von der Uni Dortmund dem Nordkurier. Die mächtig klingende Zahl sei Ergebnis eines „ausgefeilten statistischen Modells“, das auf Schätzungen beruhe und somit erhebliche Zufallsfehler enthalte. „Die angeblich 21.000 Mehrinfektionen sind nicht im wahren Leben tatsächlich beobachtet worden, sondern das Artefakt eines statistischen Modells.”

„Eindeutige politische Schlagseite“

Auch Mathematiker Prof. Thomas Rießinger äußert Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Studie. Die Autoren hatten ihren Berechnungen angenommene Zahlen eines Busunternehmens, das Demonstranten aus ihren Heimatregionen abgeholt und nach Berlin und Leipzig gefahren hatte, zugrundegelegt. Prof. Rießinger zum Nordkurier: „Sie haben keine Ahnung, wie viele Leute in den Bussen saßen, sie wissen auch nicht, in welcher Weise sie in den Bussen saßen. Sie wissen über diese Busse gar nichts – außer, dass es Haltestellen an verschiedenen Orten gab. Das ist als Input für so weitreichende Aussagen für meine Begriffe ein bisschen wenig.“

Auch der vermeintliche Zusammenhang zwischen AfD-Sympathien und Corona-Inzidenz erschließt sich den Wissenschaftlern nicht. Prof. Rießinger: „Wenn es einen Zusammenhang zwischen politischer Präferenz und Inzidenz gäbe, muss man auch gegenkontrollieren: Wie sind die Zahlen denn in grün beherrschten Vierteln? Wie ist es denn in links beherrschten Vierteln?“ Das sei aber nicht geschehen. Rießinger klipp und klar: „Die Studie hat eine eindeutige politische Schlagseite. Man hat das als Input hineingesteckt, was man am Ende herausfinden wollte.“ Zudem würde auf Grundlage „irgendwelcher Umfragen“ einfach unterstellt, dass generell alle AfD-Anhänger Covid-19-Leugner seien, was ebenfalls mehr als fragwürdig sei.

Mehr lesen: Sonntagsfrage – Union verliert an Wählergunst

Korrelation und Kausalität

Am durchgängig benutzten Wort Covid-Leugner und der politischen Stoßrichtung, die in der Studie immer wieder anklänge, stört sich auch Prof. Krämer: „Die Autoren gehen mit einen deutlichen Vorurteil an die Studie heran. Daraus machen sie auch gar keinen Hehl.“

Zudem, so Krämer, hapere es wie in so vielen Studien, die zu vermeintlich spektakulären Ergebnissen kommen, an der klaren Unterscheidung von Korrelation und Kausalität – also von einem errechneten und in der Realität vielleicht gar nicht vorhandenen Zusammenhang und einer echten ursächlichen Beziehung. „Es handelt sich eigentlich um zwei Studien, eine zum Thema Korrelation zwischen Häufigkeit von 'Coronaleugnern' und Corona selbst und eine weitere zu den Auswirkungen der Leipzig-Demonstration. Studie eins ist eine simple Korrelationsbetrachtung, das wird auch von den Autoren zugegeben – und sagt überhaupt nichts über Kausalitäten aus“, so Prof. Krämer zum Nordkurier.

Masern-Impfraten – wo ist der Zusammenhang?

Neben den Stimmanteilen der AfD sollen in der Studie die Masern-Impfraten für Kinder in den herangezogenen Regionen generelle Bedenken von Demo-Besuchern gegenüber staatlichen Gesundheitsmaßnahmen belegen. Erwähnt wird in diesem Zusammenhang dann aber vor allem eine Umfrage, die belegt, dass sich 84 Prozent der Querdenken-Demoteilnehmer nicht gegen Covid-19 impfen lassen würden. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, wird nicht weiter erläutert. „Könnte es sein,“, fragt Prof. Rießinger, „dass selbst überzeugte Impfanhänger – zu denen auch ich gehöre – keineswegs generell etwas gegen Impfungen haben, sondern nur ein gesundes Misstrauen einem Impfstoff entgegen bringen, der in unglaublich kurzer Zeit entwickelt und nach dem Urteil vieler Fachleute keineswegs ausreichend getestet wurde? Wer hier vorsichtig ist, ist nicht automatisch Impfgegner, sondern eben vorsichtig.“

Für den Mathematiker ist die Studie insgesamt nicht wirklich ernst zu nehmen. „Das ist statistisch verbrämte Propaganda“, so Prof. Rießinger zum Nordkurier.

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Kommentare (91)

... ich gehe davon aus, dass gleich der Moralmob drüber herfällt.
Und 3, 2, 1 ...

War da nicht grade was in den Medien zu der beauftragten HorrorSzenarioStudie die Herr Seehofer in Auftrag gab..? Ich hoffe das diese Studie über die selbst ich als fachlicher Laie herzlich schmunzeln musste, den propagandistischen Autoren ein Leben lang nachhängt und sie fortan von der Fachwelt belächelt und als unglaubwürdig deklariert werden...

Derart schlechte Versuche diese Bewegung zu diskreditieren, sind die beste Werbung für deren Meinung in puncto Glaubwürdigkeit bezüglich der Haus&Hof Wissenschaftler unserer Regierung...

So ist es.

So ist es richtig.

Herr Krämer&Rießling sind sich nicht unparteiisch, sondern sehr aktiv.

Super, Frau Schamann, dass Sie sich auch durch Einschüchterungsversuche nicht davon abhalten lassen, weiterhin die „heißen Eisen“ anzupacken! Man muss es in diesem Zusammenhang noch einmal ganz deutlich sagen:
Nicht jeder, der berechtigte Zweifel am Krisenmanagement der Regierung hat und Kritik an den Corona-Maßnahmen übt, ist zwangsläufig ein AfD-Anhänger, Aluhut, Querdenker, Neonazi oder was auch immer. Andere zu diffamieren und mundtot zu machen ist leider zur gängigen Praxis geworden. Dagegen muss man sich wehren. Vielen Dank für Ihre engagierte Arbeit, ein Lichtblick im sonstigen Medieneinheitsbrei!

...die sich ernsthaft mit dem Thema ansteckende Krankheiten befassen. Zeigen doch Auftraggeber und ausführende Wissenschaftler, wie tief die Einflüsse der Politik gehen. Wer sich tatsächlich um die Gesundheit sorgt, bleibt offen. Ich hoffe, dieses Spiel mit der Angst findet bald Ankläger und Richter.

Aha, gute Nacht.

🥳

...widerlegen nur eine Studie die auf diese Fachgebiete aufbaut und erläutern nur die fehlerhaften Daten dieser Studie...

wird nicht durch Interviews oder Aussagen von Mathematikern WIDERLEGT.
Das müssen die Herren schon anders belegen, z.B. durch eine bessere STUDIE mit ihren erwähnten Vorgaben und Verbesserungen.

...muss man nicht zwingend mit einer Gegenstudie widerlegen, wenn man mit ein paar Worten die fehlerhaften Ausgangsdaten und die Herangehensweise darlegen kann...

Sie probieren wahrscheinlich auch Hundescheisse um zu widerlegen das es keine Schokolade ist...

Hundescheiße brauche ich keine Studie. Wenn Sie meinen, dass 3 politisch einseitige Mathematiker mit ein paar Worten eine Studie "zerlegen" können, dann hat dies eben nichts mit Wissenschaft zu tun.
Denn die alles entscheidende Frage bleibt: Besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass durch diese Demonstrationen Menschen infiziert wurden und erkrankten? Oder ist dieses völlig auszuschließen?
Mir persönlich ist es fast egal, ob es 1.000, 5.000, 20.000 oder noch mehr Menschen waren, wenn die Ursache unvernünftig und vermeidbar war...

aber bei einigen Richtern mache ich mir große Sorgen.
Was ich vom Präsidentendes BVG las, läßt mich erschaudern.
Selbst er läßt verlauten, Vergleiche mit Diktatur relativiere die NS- Diktatur.
Also ich weiß nicht, ein Richter mit Nähe zur Partei....ich zweifel an Unabhängigkeit.

Ich kann mich nur dafür bedanken, dass sie hier die Flagge des kritischen, pluralistischen Journalismus hochhalten.

Leider bleibt die Autorin ihrer Linie treu. Es werden Dinge in den Raum gestellt und verbreitet, die einem tieferem Nachfragen nur noch ein Kopfschütteln verursachen.

...inhaltlich irgendetwas beizutragen? Sieht nicht so aus.

Dann brauch ich keine Zeitung.

🥳

Wo ist denn Ihr INHALT???

erklärt man den Weg nicht anhand der Merkmale am Wegesrand....

Es werden nur zwei vermeintliche Experten benannt die wahrlich höchst umstritten sind.
siehe.
1.(https://asta-dortmund.de/2019/12/06/stellungnahme-keinen-platz-fuer-rechten-populismus-asta-der-tu-dortmund-fordert-sofortige-beendigung-der-menschenverachtenden-aushaenge-von-professor-kraemer/ 2.(Prof. Thomas Rießinger)

...greift den Denkenden an, die alte Methode der Denunziation.

Die Welt hat in ihrem Artikel zu Bengt Rüstemeier einen Disclaimer zu dem von Ihnen zitierten AStA gebracht. Ich musste schmunzeln:
"Die sich mit ihm solidarisierenden Studentenausschüsse sind, anders als die Bezeichnung nahelegt, nur sehr eingeschränkt repräsentativ für die an den Universitäten eingeschriebenen Jungakademiker. An der Humboldt-Universität beteiligte sich zuletzt nicht einmal jeder zehnte Student an den AStA-Wahlen, anderswo sind die Quoten ähnlich gering. Deswegen gelangen immer wieder relativ kleine radikale Gruppen in diese Gremien."

Der Professor glaubt wohl, wir wüssten das nicht. Ist doch logisch:

QUER !

🥳

Und das als Mathematiker, der sollte sich schämen, pfui.

😂🤣😅🥳

Ich finde es wirklich interessant, dass die Studie/These hier benannt und auch diskutiert wird.
Schade ist aber, dass die jeweiligen wissenschaftlichen Vertreter immer in festen Positionen (pro/kontra) verankert sind. Die Auseinandersetzung ist für mich somit nicht authentisch,sondern schmeckt nach eigener ideologischer Bestätigung.

So sind Rießinger und Krämer Gastautoren bei der Achse des Guten. Krämer engagiert sich auch für das Vereinsnetzwerks des Ehepaares Storch.
Dadurch nicht unglaubwürdig aber halt auch nicht neutral.

Wie das? Und haben Sie das auch bei der "Studie" festgestellt???

Und mich interessiert es wirklich, wie die kritisierte Studie nun zu bewerten ist. Muss ich aber woanders recherchieren.

als nie

Frau Schamann zweifelt die wissenschaftliche Aussagekraft an - okay. Sie beruft sich auf Experten, die sehr aktiv in der Corona-Maßnahmen-Kritiker-Bewegung sind, was auch legitim ist. Nur wünsche ich mir dann aber auch, dass das im Artikel klar wird. Warum? Weil es Hintergrundinfos sind, die etwas zu der Neutralität bzw. dem Interesse der Experten aussagen. Sonst kommt es zum Echokammer-Effekt...

Ihren Wunsch nach Neutralität, wenn es Beiträge gegen Kritiker der sogenannten Maßnahmen gibt.
Ach wie gut würde ich das dann finden...

Gab es nämlich schon, z.B zum Thema Impfungen. Ich @ Sie dann zukünftig.

Erneut ist die Blöd auf der Suche nach ihren Reporter*Innen.

Aber der Blödkurier rückt sie nicht raus.

Das schöne ist ja das ihr euch selbst zugrunde richtet.

Hoffentlich nehmt ihr die Uckermärker Redaktion mit in den Abgrund.

Zum Blödkurier kann man nur noch eines sagen..

#Leerdenker aller Länder - Fickt euch ins Knie

...bei dir ist der Name auch Programm...verwendest du das Wort blöd derart inflationär, weil man es dir täglich ins Gesicht sagt und du es für eine alltägliche Umgangsfloskel hälst...?

In so einem primitiven Beitrag andere als blöd zu betiteln...das ist mutig...und ziemlich blöd...

Das du mich Lumpi nennen darfst du Hörst.

Ungeachtet der sicher interessanten Frage nach der Seriosität des Zustandekommens der von den Autoren vorgenommenen Bewertung sollte das Augenmerk auf die grundsätzliche Frage nach der Zulässigkeit des PCR-Tests als Kriterium für restriktive Maßnahmen gerichtet werden.
Anlass dazu gab in besonderem Maße bereits die folgende Veröffentlichung des CDC vom 13.07.2020:
„Der Nachweis von viraler RNA zeigt möglicherweise nicht das Vorhandensein eines infektiösen Virus an oder dass 2019-nCoV Erreger für klinische Symptome ist. Die Leistungsfähigkeit dieses Tests für die Überwachung der Behandlung von 2019-nCoV Infektionen wurde nicht ermittelt. Dieser Test kann Krankheiten, die durch andere bakterielle oder virale Krankheitserreger verursacht werden, nicht ausschließen.1
(Centers for Disease Control and Prevention; Effective: 07/13/2020, https://www.fda.gov/media/134922/download , S.38)
„Dieser Test wurde nur zum Nachweis von Nukleinsäuren aus SARS CoV-2 zugelassen, nicht für alle anderen Viren oder Krankheitserreger“.
(a.a.O. S. 10)
Auch das schweizerische BAG stellt bereits mit Stand vom 20.05.2020 fest:
„Die PCR (Polymerase-Kettenreaktion) ist eine NAT (Nucleic Acid Amplification Technology)- Methode der modernen Molekularbiologie um in einer Probe vorhandene Nukleinsäure (RNA oder DNA) in vitro zu vervielfältigen und danach mit geeigneten Detektionssystemen nachzuweisen. Der Nachweis der Nukleinsäure gibt jedoch keinen Rückschluss auf das Vorhandensein eines infektiösen Erregers. Dies kann nur mittels eines Virusnachweises und einer Vermehrung in der Zellkultur erfolgen.“
(file:///C:/Users/mssch/Downloads/Merkblatt_COVID-Testung_Swissmedic_BAG_final_de.pdf )

Gesetzliche Grundlage für sämtliche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ist nach § 28a IfSG die Anzahl der Neuinfektionen.
In diesem Zusammenhang von besonderem Interesse ist die weitgehend ohne publizistische Resonanz gebliebene Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe an den Berliner Senat vom 05. Oktober2020 zum Thema :Rechtliche und tatsächliche Voraussetzungen der sogenannten „Corona-Verordnungen“ und die Antwort vom 30.10.2020
(https://www.docdroid.net/1wRVhhj/s18-25212-pdf#page=3)
„4. Soweit es auf das Vorhandensein „vermehrungsfähiger Viren“ ankommt: ist ein sogenannter PCR-Test in der Lage, zwischen einem „vermehrungsfähigen“ und einem „nicht-vermehrungsfähigen“ Virus zu unterscheiden?
Zu 4.: Nein.
……

8. Kann der Senat ausschließen, dass die der Krankheit zu 7) zugeordneten Symptome andere Ursachen haben? Falls nein, welche Ursachen kommen in Betracht?
Zu 8.: Nein, die einzelnen Symptome können wie bei allen Erkrankungen auch andere Ursachen haben. Solche differenzialdiagnostischen Betrachtungen sind als Bestandteil der Individu-almedizin Aufgabe der behandelnden Ärztin / des behandelnden Arztes.“
Diese sicherlich frappierende Aussagen lenken den Blich auf das IfSG:
Nach der Legaldefinition von § 2 IfSG ist

- eine übertragbare Krankheit eine durch Krankheitserreger oder deren toxische Produkte, die unmittelbar oder mittelbar auf den Menschen übertragen werden, verursachte Krankheit.

- Krankheitserreger ein vermehrungsfähiges Agens (Virus, Bakterium, Pilz, Parasit) oder ein sonstiges biologisches transmissibles Agens, das bei Menschen eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen kann.

- Infektion die Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus.

Demnach setzt die Annahme einer Infektion den Nachweis eines vermehrungsfähigen Agens, hier also eines Virus, voraus.
Auch das RKI definiert eine Infektion in seiner Publikation „Infektionsschutz und Infektionsepidemiologie Fachwörter – Definitionen – Interpretationen“ von 2015 wie folgt:

„Vorgang des Eindringens und der Entwicklung oder Vermehrung eines infektiösen Agens in einen Organismus mit der Folge einer symptomatischen oder asymptomatischen (aber nachweisbaren) Reaktion.“
(RKI-Fachwörterbuch Infektionsschutz und Infektionsepidemiologie, S. 67)

§ 28a Abs. 3 Satz 4 IfSG bestimmt:

„Maßstab für die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen ist insbesondere die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.“

Wenn somit der PCR-Test mangels der erforderlichen Unterscheidungsfähigjkeit nicht in der Lage ist, eine (Neu-)Infektion im Sinne des IfSG nachzuweisen, kann beim Vorliegen eines positiven PCR-Testes ohne weitergehende Untersuchungen/Ermittlungen nicht von einer Infektion ausgegangen werden.

Das bedeutet:
1. Die Feststellung einer bestimmten Inzidenz auf der alleinigen Basis von PCR-Tests ist unzulässig/gesetzwidrig.
2. Die Feststellung der Anzahl der an, mit bzw. im Zusammenhang mit Corona Verstorbenen auf der Basis dieser Tests ist nicht zulässig, da nicht ohne weiteres vom Vorhandensein einer Infektion ausgegangen werden kann. In diesem Zusammenhang ist es zumindest zu begrüßen, dass das RKI nur von Todesfällen „im Zusammenhang“ und nicht „durch“ Corona spricht.
3. Gleiches gilt für die Anzahl von positiv getesteten Krankenhaus(intensiv-)patienten.
Daraus lassen sich zumindest erhebliche Zweifel daran begründen, dass die durch Verordnungen der Länder verhängten Maßnahmen der gesetzlichen Grundlage entsprechen.

Zusammenfassend lässt sich – auch ohne virologische Expertise - feststellen, dass seit Beginn des Auftretens des C-Virus Maßnahmen getroffen wurden und werden, deren empirische Grundlage (der PCR-Test) ungeeignet ist und jedenfalls ein wesentlicher Teil der Maßnahmen allem Anschein nach nicht nur ohne Wirkung, sondern rechtswidrig war.

Auch sollte nicht außer Betracht bleiben, dass die als maßgeblich angesehenen Kriterien stets dann durch andere ersetzt wurden, wenn sie nicht mehr geeignet waren, die Restriktionen zu begründen:
Verdoppelungsrate > R-Wert > Infektionszahlen > Inzidenzwert > Mutationen.

Ich nehme gerne zwei Scheiben Mischbrot und röste sie mit viel Butter in der Pfanne an.
Dick Schinken und Käse darauf, hmmm...

zeigt dem Mainstream die Zähne. Ich bin beeindruckt. Weiter so!

Ein Lokalblatt mit einer Provinzreporterin, stellt erneut unter Beweis, warum es nur eine kleines Probinzblatt ist.
Und die Schamanin noch nicht mal eine Karla Kolumna ist...
Aber schön, wie sich hier viele von ihrer Mittelmäßigkeit beseelt, die Vaseline in den Hintern schmieren.
Astreine Unterhaltung auf RTL II Niveau...

Sie haben recht. Wie konnte ich diese guten Gegenargumente übersehen? (Ironie off)

...dich jedes Mal zum Kommentar triggert...somit erreicht das Provinzblatt sogar diejenigen die es verachten...du liest wahrscheinlich auch Bild, einfach nur weil sie Scheisse ist...

habe ich nichts gegen den NK.
Aber die größeren Themen kann er halt nicht.
Da lese ich dann lieber SZ, jW, ND...
Ausserdem kann man als Patriot und aus staatsbürgerlichen Pflicht euch Typen ja nicht die Meinungshoheit überlassen.

die Maske heruntergefallen.

Ich freue mich, dass es diese Studie gibt. Sie wird eine solide Grundlage für künftige Studien sein, um genau zu berechnen, wie viele Infektionen sich in der Vergangenheit hätten vermeiden lassen und auch in Zukunft vermeiden lassen: in Bussen und Bahnen, in Schulen und Kindergärten, im Einzelhandel, in den Heimen, in Kinos, bei Friseuren, in Hotels, an Stränden. Zu all diesen Orten von Menschenansammlungen werden demnächst anhand dieser unzweifelhaften Studie neue und exakte Erkenntnisse vorliegen.

Bei den sogenannte "Studien" aus dem Regierungslager, handelt es sich in der Regel um Gefälligkeitsstudien oder Gutachten,die zur Verschärfung des Lockdowns dienen. Valide Studien, die Stanford Studie von Professor John Ioannidis über die Wirkungslosigkeit des Lockdowns werden von Merkel und ihrer, im Grundgesetz nicht vorgesehenen Ministerpräsidentenrunde, übergangen. Das ZEW, das die "Studie" durchführte, wir zu 60% vom Bund finanziert und liefert wie bestellt. Und nicht die Berliner Humbold Universität war daran beteiligt, sondern ein Mitarbeiter der Universität. Anscheinend hat man sich nicht die Mühe gemacht, die Black Lives Matter Demos zu erforschen. Das liegt natürlich nicht im Interesse der Verantwortlichen.

Dieses discussion paper ist mehr als peinlich, denn ist es zutiefst unwissenschaftlich. Dass sich die Verfasser auch noch mit ihren Arbeitgeber-Institutionen rühmen und quasi "Offiziösität" suggerieren, setzt dem Schwachsinn die Krone auf.
In der Sache muss man die intellektuellen Fähigkeiten anzweifeln. Wer nicht zwischen Korrelation und Kausalität unterscheiden kann, ist entweder bescheuert oder will ideologisch manipulieren. Der Duktus der Arbeit entlarvt sich überdies als Zersetzung. Ggf. auf Bestellung? (Stichwort: vom Ende her denken). Allerdings komplett durchschaubar und disqualifizierend.
Journalistisch ist Frau Schamann ein Glücksfall und jede normal funktionierende Redaktion/Zeitung kann sich angesichts dieser sonst anzutreffenden elend faschistoiden Haltungsjornalisten glücklich schätzen, so jemanden in seinen Reihen zu haben.
Ah, noch ein kurzes Bonmot zum Korrelationsblödsinn: Adolf Hitler ging aufs Klo. Ich gehe aufs Klo. Bin ich Nazi ?

Der letzte Satz ist Statistik 20. Minute der ersten Vorlesung- aber damit kann man sich natürlich versuchen zu rühmen

für Ihre Behauptung, dass in der Regel Studien aus dem "Regierungslager" Gefälligkeitsstudien sind oder beruht diese Behauptung auf einer - kaum wahrgenommenen - Studie, die offensichtlich aus Richtung CSU initiiert wurde? Welches sind "Studien aus dem Regierungslager"? Es gibt ja auch genug seriöse Studien, die sehr genau darlegen, welche Maßnahmen schützen, welche Masken und welche nicht, wie der Verlauf der Pandemie aussehen kann usw..
Die Studie von Stanford belegt übrigens NICHT, dass Lockdowns generell unwirksam sind (was die aktuell fallenden Infektionszahlen belegen), es geht um Verschärtungen von bestehenden Lockdowns. Selbst dies ist ja sehr strittig:
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-massnahmen-studien-stanford-john-ioannidis-lockdown-1.5187909

wenn sich immer wieder dieselbe Fachfrau auf die Argumentation einer winzigen Minderheit einlässt. Natürlich darf sie das, aber wie man sich dann hier auf die logischen Kommentare der Mehrheit stürzt, die nichts mit dieser komischen Querdenker-Geldmaschine zu tun haben will, das ist schon erheiternd.
Unabhängig von Studien und Mathematikern: Glaubt hier wirklich jemand, dass sich NIEMAND auf einer dieser Demos mit tausenden unvernünftigen Abstands- und Maskenverweigerern infiziert hat? Was ist mit den an COVID-19 erkrankten oder verstorbenen Organisatoren / AfD-Politikern aus?
Wie wäre es, wenn Frau Schamann mal in das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum kommt und realistisch berichtet, wie eine Infektion verlaufen kann, was für Folgeschäden auftreten, dass das Personal schwer betroffen ist, dass auch jüngere Menschen erkranken? Als Journalistin sollte sie an eine Sondergenehmigung zum Besuch kommen und ihrer Leidenschaft - Artikel über "Gesundheit" - nachgehen...

Es könnten aber auch Kollegen Frau Schamann im Klinikum verteten.

Ich empfehle es aber explizit Frau Schamann, die sich hier vor einen Karren spannen lässt und alles andere als an Fakten oder gar Gesundheit interessiert ist.

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