Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der Freien Wähler, hat mit zu früh veröffentlichten Wahl-Prognosen versucht, noch Wählerstimmen abzugreifen.
Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der Freien Wähler, hat mit zu früh veröffentlichten Wahl-Prognosen versucht, noch Wählerstimmen abzugreifen. Armin Weigel
Bundestagswahl

Freie-Wähler-Chef Aiwanger veröffentlicht vertrauliche Umfragergebnisse

Die Freien Wähler versuchen alles, um es in den Bundestag zu schaffen. Was der Vorsitzende Hubert Aiwanger deshalb am Sonntagnachmittag tat, ging juristisch aber wohl deutlich zu weit.
Berlin

Der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hat Medienberichten zufolge Wahl-Zwischenstände (Exit Polls) auf Twitter veröffentlicht und mit diesen Zahlen zur kurzfristigen Wahl der Freien Wähler bei der Bundestagswahl aufgerufen. Verschiedene Umfrageinstitute führen am Wahltag Nachwahlbefragungen durch. Diese vor 18 Uhr zu veröffentlichen, ist allerdings verboten, weil das als Wahlbeeinflussung gewertet werden kann.

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Nach wenigen Minuten wurde der Aiwanger-Tweet wieder gelöscht. Unkommentiert blieb die Aktion freilich nicht. „Ein unglaublicher Fall von Wahlmanipulation und Wählerbeeinflussung. Das ist zutiefst undemokratisch und muss Konsequenzen haben”, schreibt beispielsweise CSU-Generalsekretär Markus Blume dazu.

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