KOMMENTAR

Gieriger Staat will aus Müll noch mehr Geld machen

Eine Hersteller-Abgabe auf Einweg-Produkte: Auf diese Weise will die Umweltministerin Kasse machen. Totaler Irrsinn, findet unser Kommentator.
Jürgen Mladek Jürgen Mladek
Dieser Kaffeebecher enthält ungefähr so viel wie der neue Vorschlag der Umweltministerin, findet unser Kommentator.
Dieser Kaffeebecher enthält ungefähr so viel wie der neue Vorschlag der Umweltministerin, findet unser Kommentator. Inga Kjer
Neubrandenburg.

Die Lebensverteuerungsphantasien unserer Regierung treiben immer schneller immer exotischere Blüten. Nachdem man die Strompreise auf Rekordniveau gebracht hat, sollen bald auch Heizöl und Benzin noch teurer werden, der Diesel sowieso, von dem Grüne und SPD dreist behaupten, dass der „subventioniert“ sei, nur weil da die Steuer noch nicht ganz so grausam zuschlägt.

Ein Schlag ins Gesicht aller gut erzogenen Bürger

Und nun soll es auch noch die Currywurst-Pappe, Kaffeebecher und Co. erwischen, obwohl auch dafür bereits Abgaben fällig werden. Die Begründung dafür ist ein Schlag ins Gesicht aller Bürger, die noch in den Genuss dessen kamen, was man früher gute Erziehung nannte.

Denn nur weil es offenbar immer mehr Leute gibt, die ihren Müll wahllos in der Landschaft entsorgen, jetzt die Hersteller noch einmal zur Kasse zu bitten (was letzten Ende ja doch wieder der Verbraucher bezahlen muss), ist ein Freibrief für die Müllfrevler. Die können dann nämlich so ähnlich wie manch asozialer Hundehalter argumentieren, der sich nicht um die Hinterlassenschaft seines Vierbeiners kümmert: Ich zahle doch schon Hundesteuer! Die Kosten für achtlos weggeworfenen Müll trägt in dieser verquasten Logik der Hersteller.

Macht doch einfach gleich alles teurer!

Weggeworfen werden in diesem Land allerdings leider auch Matratzen und alte Schränke und ähnlicher Krempel. Vorschlag: Einfach alles so teuer machen, dass es sich niemand mehr leisten kann. Wäre auch gut fürs Klima, das ja sonst auch immer herhalten muss, wenn es darum geht, die trotz üppigster Steuerbelastungen immer leerere Staatskasse zu füllen.

 

 

 

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