NEURECHTER VERLEGER

Götz Kubitschek in Frankfurt überfallen

Am Rande der Buchmesse haben Vermummte den neurechten Verleger Götz Kubitschek attackiert und verletzt. Auch seine Frau wurde angegriffen.
Carsten Korfmacher Carsten Korfmacher
Götz Kubitschek bei der Frankfurter Buchmesse.
Götz Kubitschek bei der Frankfurter Buchmesse. Frank Rumpenhorst
Frankfurt.

Der neurechte Verleger Götz Kubitschek ist am Samstagabend vor einer Pizzeria im Frankfurter Ausgehviertel Sachsenhausen von drei vermummten Personen überfallen worden. Der Neuen Zürcher Zeitung sagte Kubitschek, dass die Männer ihn „aus dem Nichts” von hinten an den Kopf getreten und unflätig namentlich beschimpft hätten.

Ebenfalls angegriffen wurde Kubitscheks Frau Ellen Kositza, die bei dem Angriff hinfiel und der die Täter auf den Rücken gesprungen sein sollen. Ein Mitarbeiter Kubitscheks sei durch eine Flasche im Gesicht verletzt worden.

Angeblich Antaios-Verlag an AfD-Funktionär verkauft

Die Polizei Frankfurt hat dem Blatt zufolge bereits eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung aufgenommen. Laut Kubitschek sollen die Täter linke Aktivisten sein. „Ich denke, dass sie mich zufällig vor der Pizzeria gesehen haben und eher spontan beschlossen, zurückzugehen und anzugreifen.”

Kubitschek gilt als Vordenker des rechtsintellektuellen Milieus in Deutschland. Er geriet erst vor Kurzem wieder in die Schlagzeilen, als er angeblich seinen Antaios-Verlag an den AfD-Funktionär Thomas Veigel, einen Zahnarzt aus Süddeutschland, verkauft haben soll. Mithilfe von Veigels neu gegründetem Loci-Verlag gelang es Kubitschek, einen prominenten Platz auf der Frankfurter Buchmesse zu ergattern. Aufgrund von Handgreiflichkeiten im Vorjahr wurden alle anderen rechten Verlage weit abgelegen platziert. Einige Medien, unter anderem der Nordkurier, meldeten deshalb bereits Zweifel an dem Verkauf von Antaios an.

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