ÖSTERREICH

Großdemonstration gegen Lockdown und Corona-Politik

In Wien sind am Samstag Tausende Bürger zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Die Polizei ließ die Menschen gewähren.
Tausende Menschen demonstrierten in Wien gegen die Corona-Politik ihrer Bundesregierung.
Tausende Menschen demonstrierten in Wien gegen die Corona-Politik ihrer Bundesregierung. Georg Hochmuth
Trotz Verstößen gegen Maskenpflicht und Abstandsregel ließ die Polizei ließ die Bürger gewähr
Trotz Verstößen gegen Maskenpflicht und Abstandsregel ließ die Polizei ließ die Bürger gewähren. Alex Halada
„Kurz muss weg!”-Rufe hallten durch die Wiener Innenstadt.
„Kurz muss weg!”-Rufe hallten durch die Wiener Innenstadt. Alex Halada
Demonstranten auf der Wiener Ringstraße
Demonstranten auf der Wiener Ringstraße Alex Halada
Wien ·

20.000 Menschen wurden erwartet, das endgültige Ergebnis der Teilnehmerzählung durch die Polizei steht noch aus – Bilder und Videos der Großdemonstration sprechen allerdings für sich: Auch in Österreich sind größere Teile der Bevölkerung offenbar nicht glücklich mit der Corona-Politik ihrer Bundesregierung. Ein langer Protestzug führte am Samstagnachmittag über mehrere Stunden durch die Straßen, „Kurz muss weg!“-Sprechchöre hallten durch die Wiener Innenstadt.

Polizei setzt auf Deeskalation

Zuvor hatte es verschiedene Kundgebungen gegeben, an denen laut Polizei bereits Tausende Menschen teilgenommen hatten. Die meisten Demo-Teilnehmer trugen keinen Mundschutz, auch Mindestabstände (in Österreich ein Meter) wurden vielerorts nicht eingehalten. Anders als bei den letzten großen regierungskritischen Demos in Deutschland löste die österreichische Polizei die ansonsten friedliche verlaufende Corona-Demo bis zum frühen Abend aber nicht auf, auch Wasserwerfer wurden zunächst nicht aufgefahren. Laut Polizei und orf.at wurden „dezente Kontrollen“ einzelner Maskenverweigerer durchgeführt, bis zum frühen Abend war es laut lokaler Medienberichte nur zu „einzelnen kleinen Zwischenfällen“ gekommen.

Mehr lesen: Polizei setzt bei Corona-Demo in Berlin Wasserwerfer ein

AfD-Abgeordneter als Redner

Gesichtet wurden neben den üblichen Schildern für Freiheitsrechte, Demokratie und freie Impfentscheidung auch zwei prominente Transparente der rechten Identitären Bewegung, deren österreichischer Sprecher Martin Sellner neben anderen bekannten Gesichtern der rechten Szene ebenfalls teilnahm. Auch Österreichs ehemaliger Vizekanzler und Ex-Chef der rechten FPÖ Hans-Christian Strache wurde gesichtet. Der deutsche AfD-Abgeordnete Hans-Jörg Müller trat als Redner auf.

Mehr lesen: Ibiza-Affäre – Festnahme in Berlin

Gruppen deutscher Maßnahmen-Gegner dabei

Zu der Großveranstaltung im Nachbarland – unter anderem hatten der österreichische Ableger der Querdenken-Bewegung und andere Initiativen für Demokratie und Bürgerrechte aufgerufen – sollen auch Gruppen deutscher Maßnahmen-Gegner angereist sein. Auch verschiedene Gegendemonstrationen aus dem linken Spektrum – laut orf.at „von Sozialistischer Jugend bis Antifa“ – marschierten auf, sollen sich nach Kundgebungen am Mittag aber zerstreut haben.

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Kommentare (8)

hat ein Rückgrat wie ein Gummibärchen!

egal. Es heißt Alternative. Ist das, was durch eine Alternative ersetzt werden soll, wertlos und kriminell, so spielt ein Ruckrat keine Rolle. Jedes weggenomme Recht spült tausende Anhänger hinzu. Politische Inhalte spielen keine Rolle mehr...

Alle nach Österreich ausgereisten Marschierer auf unbestimmte Zeit die Wiedereinreise nach Deutschland verweigern.
Sollen zusehen wie se fertig werden.

Wenn das passiert, stimmt die Mär ja nicht mehr, man könne die Grenzen nicht abriegeln. Was passiert dann, wenn die Menschen trotzdem kommen? Als Ultima Ratio vllt. schießen? hahaha

Martin Sellner und die IB wurden von allen Anklagepunkten freigesprochen und nicht nur das, jegliche Handlungen die sie vor nahmen hatten
keinen"terroristischen" Hintergrund. Herr Sellner kämpft mittlerweile darum seine Ehre und die Ehre seiner Frau widerherzustellen.

erst von Braunau, jetzt zurück!

als wie diese Demonstrationen und Aufmärsche, gerade der Nordosten - das Land bedarf dringendster wirtschaftlicher wie politischer Reformen, ebenso in Infrastruktur Bildung Sozialem - Merkels Politik war nur Niedergang und ist nur noch Leben von der Substanz! So kann man keine Zukunft gestalten. Kein Wunder das hier so viele Menschen saufen, sich das Leben nehmen, der Rest von Einbrechern Dieben und Betrügerbanden drangsaliert wird - da keine andere Perspektive!!! Und die Politik schaut tatenlos zu!

wurde hier schon zu DDR-Zeiten, und wenn Sie sich Fotos anschauen, die hier vor 15 Jahren gemacht wurden, können Sie nicht übersehen, was sich hier weiter entwickelt hat! Niedergang sehe ich hier jedenfalls nicht. Und die Kriminalität hat auch deutlich abgenommen. Will nur keiner wahrhaben.
Besser machen kann man es immer, aber konstruktive Vorschläge kommen von Ihnen nicht. Und Ausländerkriminalität zu bekämpfen, indem man Menschen im Mittelmeer ersaufen lässt oder an der Grenze abknallt (Alice Weidel) ist auch nicht die Lösung!