CORONA-REGELN

Bundesländer wollen Lockerungen bei Kontaktverbot durchsetzen

Zum Wochenstart werden viele Corona-Einschränkungen aufgehoben. Die Länder fordern vom Bund aber weitere Lockerungen, vor allem beim Kontaktverbot.
Bisher gilt: Man darf sich in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person treffen, die nicht der Familie oder dem eigenen
Bisher gilt: Man darf sich in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person treffen, die nicht der Familie oder dem eigenen Haushalt angehört. Frank Rumpenhorst
Berlin ·

Ab Montag, dem 4. Mai, gelten in Deutschland gelockerte Corona-Regeln. Friseure dürfen wieder öffnen, Kinder wieder in die Schulen und auch Gottesdienste sind wieder gestattet. Eine Einschränkung gilt fast überall weiter: Man darf nur Kontakt zu einer Person haben, die nicht der eigenen Familie oder dem eigenen Haushalt angehört. Nur Sachsen-Anhalt hat diese Maßnahme deutlich gelockert.

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Das könnte nun auch bundesweit der Fall werden. Am Mittwoch beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Bundesländer zu weiteren Erleichterungen in der Corona-Krise. Einem Bericht der „Bild”-Zeitung zufolge sind einige Lockerungen durchgesickert. Das Kontaktverbot soll demnach verändert werden, sodass Treffen von bis zu fünf Personen wieder erlaubt sein könnten – so wie bereits ab diesem Montag in Sachsen-Anhalt. Das sei bei einer vorbereitenden Telefonkonferenz der Staatskanzleichefs besprochen worden. Eine entsprechende Lockerung wollen Bundesländer dem Bericht zufolge gegenüber dem Bund durchsetzen.

Sachsen-Anhalt verteidigt gelockertes Kontaktverbot

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Lockerungen der Corona-Beschränkungen in seinem Land verteidigt. „Wir müssen einfach der Bevölkerung das Signal geben, dass das, was wir gemeinsam erreicht haben, auch Effekte erzielt”, sagte Haseloff am Sonntagabend im ZDF-„heute journal”. Er betonte erneut, dass Sachsen-Anhalt neben Mecklenburg-Vorpommern die geringsten Infektionszahlen aufweise. Die Situation hebe sich deutlich ab von der in anderen Ländern wie etwa Bayern.

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„Ich kann meiner Bevölkerung nicht auf Dauer mitteilen, dass das sozusagen gleich behandelt wird”, erklärte Haseloff. Die Motivation, gemeinsam gegen das Coronavirus anzukämpfen, müsse auch aufrecht erhalten werden.

Sachsen-Anhalt erlaubt Treffen zu fünft

Sachsen-Anhalt geht mit seiner neuen Verordnung bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen bundesweit voran. Zentrale Änderung: Das Land weicht die Kontaktbeschränkungen deutlich auf. Statt wie bisher mit maximal einem Menschen abseits des eigenen Haushalts dürfen die Sachsen-Anhalter von Montag an zu fünft zusammensein.

Mecklenburg-Vorpommern geht ebenfalls die nächsten Schritte bei der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen. Am Montag kehren die Schüler weiterer Klassenstufen in ihre Schulen zurück, Friseure dürfen wieder öffnen und Gottesdienste sind auch in geschlossenen Räumen wieder möglich. Angesichts der fortbestehenden Infektionsgefahr gelten aber weiterhin strenge Hygienevorschriften und die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern.

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