ARD UND ZDF

Günther Jauch schießt gegen Öffentlich-Rechtliche

In einem Interview kritisiert Günther Jauch die öffentlich-rechtlichen Sender. Dabei hätten sie durch die Gebühren beste Voraussetzungen, gute Bildung und Unterhaltung zu bieten.
Christine Gerhard Christine Gerhard
Günther Jauch hat die öffentlich-rechtlichen Sender kritisiert.
Günther Jauch hat die öffentlich-rechtlichen Sender kritisiert. Henning Kaiser
Berlin.

Im Streit um öffentlich-rechtliche oder private Fernsehsender kennt Günther Jauch beide Seiten. Nach mehreren Wechseln hat er sich zuletzt von ARD und ZDF abgewandt. In einem Interview mit der „Reporterfabrik” erklärt er nun, warum:

„An den Öffentlich-Rechtlichen schätze ich, dass sie es sich eigentlich leisten können, sehr unabhängig zu sein”, so Jauch. Eigentlich. In der Praxis nämlich seien ARD und ZDF gar nicht so frei und unabhängig, obwohl sie nicht unter dem Druck stünden, Geld verdienen zu müssen. Als Grund nennt der Moderator unter anderem Rundfunk- und Verwaltungsbeiräte. „Mit der Unabhängigkeit war es irgendwann schwierig”, erzählt er. Doch auf die lege er als Journalist eben Wert.

Sein Traum, das Beste aus beiden Welten zusammenzubringen, sei auch an den öffentlich-rechtlichen Medien gescheitert. Trotz Narrenfreiheit durch Gebühren ließen sie sich nicht genug auf Experimente ein: „Die Öffentlich-Rechtlichen sind oft in sich selbst gefangen. Sie schauen zuweilen ängstlich nach links und rechts.”

Über seinen Versuch, die Stärken des Privaten auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu übertragen, sagt der Moderator: „Ich bin gegen Wände gelaufen”

 

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Kommentare (1)

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