CORONA-KRISE

Handel bittet zu Ostern um frühzeitiges Einkaufen

Noch immer gelingt es den Unternehmen nicht, die Lücken in den Regalen aufzufüllen. Mit Bangen schauen die Ketten auf die anstehenden Feiertage.
Noch immer hat der Handel Probelme damit, die Regale aufzufüllen.
Noch immer hat der Handel Probelme damit, die Regale aufzufüllen. Sven Hoppe
Neubrandenburg.

Angesichts der anhaltend hohen Kundenfrequenz in der Corona-Krise blicken die Handelsketten mit gewissem Bangen auf die kommende Woche, die traditionell mit Gründonnerstag und Ostersonnabend zu den umsatzstärksten Einkaufstagen überhaupt zählt. Allein Rewe und Penny rechneten an diesen Tagen nach eigenen Angaben mit rund zehn Millionen Kunden, sagte eine Sprecherin der Handelskette. Lebensmitteleinkäufe sollten schon auf die kommenden Tage verteilt werden. Das sei ein wichtiger Beitrag zum Schutz sowohl unserer Kunden als der Mitarbeiter in den Märkten, heißt es. Wie Rewe bittet auch Aldi seine Kunden um einen frühestmöglichen Einkauf.

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Noch immer hat der Handel Probelme damit, die Regale aufzufüllen. Nach wie vor herrscht bei Klopapier und Desinfektionsmitteln oft gähnende Leere. „Die Kundennachfrage liegt bei einzelnen Artikeln über den Produktionskapazitäten, das wiederum kann dazu führen, dass es für ein paar Tage zu einer Lücke im Regal kommt. Wir arbeiten intensiv mit den Herstellern daran, diese Zeit so kurz wie möglich zu halten”, so die Rewe-Sprecherin. Die Produktionskapazitäten seien erweitert worden, die Produktion fahre rund um die Uhr unter Volllast.

 

„Wir merken, dass sich die so genannten Bevorratungskäufe und die Situation in unseren Märkten derzeit etwas beruhigen, heißt es von Aldi-Nord. Trotzdem könnten Produkte noch zeitweilig vergriffen sein. Das betreffe derzeit noch einige haltbare Lebensmittel , Getränke und Hygieneprodukte . Das bestätigt auch der Discounter Lidl, der insgesamt von einer Normalisierung der Lage in nahezu allen Filialen spricht. Zeitweilige Sortimentslücken meldet auch der Discounter Netto mit Sitz in Stavenhagen. Bei Seife und Toilettenpapier gebe es aber keinen Versorgungsengpass. Dagegen seien Desinfektionsprodukte auf dem Weltmarkt weiter sehr gefragt.

„Wir appellieren jedoch auch an unsere Kunden, fair zu bleiben und nicht mehr als eine haushaltsübliche Menge pro Artikel zu kaufen, so dass möglichst viele Kunden mit Ware versorgt werden können”, so ein real-Sprecher. Die Märkte würden in erhöhter Frequenz beliefert, es entstehe in absehbarer Zeit keine Versorgungslücke bei Klopapier. Es könne aber vorkommen, das Klopapier in den Märkten punktuell vergriffen sein könne.

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